Die Nacht der Filmmusik – What a feeling!
Stehende Ovationen für "Arnstorf Classics" und Pop-Band "Lightmotif"

Arnstorf (cm). "Ein wahnsinnig schöner Abend – so schnell nicht zu überbieten – eine Glanzleistung aller Mitwirkenden."
So lauteten die begeisterten Kommentare der Zuhörer zum Konzertabend unter dem Titel "Eine Nacht der Filmmusik" im übervollem Renaissancehof des Oberen Schlosses, eine Veranstaltung, die sicher als riesiger Erfolg in die Geschichte des Arnstorfer Musikinstitutes eingehen wird.
Die minutenlangen stehenden Ovationen galten dem Orchester "Arnstorf Classics" ebenso wie der Popband "Lightmotif" aus Prag, Pianist Lukas Klinzing und Stanislava Klinzing, in deren Händen die Gesamtleitung lag.
Ihre Idee war es gewesen, das Können des 2005 gegründete klassisches Streichorchester, verstärkt durch Bläsern der Blaskapelle Arnstorf, mit dem Sound einer Popband zu verbinden – ein Experiment, das vollends gelungen ist.
Dass der Wunsch von Bürgermeister Alfons Sittinger für einen stimmungsvollen und unterhaltsamen Konzertabend in Erfüllung ging, lag auch am Programm mit Musik zu Filmen, die jeder kennt und an der Moderation von Rektor Jürgen Böhm.
Er entpuppte sich als versierter Kenner der Materie und verstand es ausgezeichnet, auch Nicht-Kinofreaks interessantes Hintergrundwissen zu vermitteln. "Schließen Sie die Augen, lassen sie die filmischen Meisterwerke vorüberziehen und erinnern Sie sich an längst vergangene Kinoabende, an Helden der Kindheit oder an Ihren ersten Kuss in der letzten Reihe eines Lichtspieltheaters" lud er zur virtuellen Reise nach Hollywood ein, die mit Alan Silvestri’s "Forrest Gump Suite" aus dem gleichnamigen Film mit Tom Hanks als Hauptdarsteller begann.
Bei "Golden Eye" aus dem 17. James-Bond-Film, im Original von Tina Turner interpretiert und von Eric Serra komponiert, füllte Sängerin Martina Sulcova von "Lightmotif" erstmals mit ihrer schönen, klaren Stimme den Schlosshof. Nach Ennio Morricone’s "Chi Mai" aus "The Professional", glänzend vom Orchester intoniert, zauberten schon die ersten Klänge von Martin Böttchers Titelmusik zum Karl-May-Klassier "Der Schatz im Silbersee" ein seliges Lächeln auf die Lippen der Zuhörer.
Im Mittelalterjahr fehlte mit Robin Hood – Prince Of Thieves" natürlich auch nicht die Titelmelodie zu einem Streifen über eine Geschichte aus dieser Zeit.
Sänger und Schlagzeuger Mci Mocik riss mit seiner Interpretation von "Everything I Do" das Publikum zu Beifallsstürmen hin.
Dasselbe gelang Premsyl Matejovic mit seinem Mundharmonika-Solo beim Musikstück "Man With a Harmonika" aus dem Kino-Klassiker "Spiel mir das Lied vom Tod". Der abenteuerliche Ritt in den wilden Westen mit Elmer Bernsteins markanter Erkennungsmelodie für den Streifen "Die glorreichen Sieben" führte in die Pause.
Nach den Abenteuerstreifen standen im zweiten Teil des Abends "Good feelings" - Gefühle und Emotionen im Mittelpunkt.
Der Einstieg: Vangelis’ grandiose Komposition zu "Chariots of Fire", ein Film, der 1982 mit drei Oscars, unter anderem für die beste Filmmusik ausgezeichnet wurde.
Zum Thema "Feelings" durfte natürlich auch nicht der Titel "Love Story" von Francis Lai aus dem gleichnamigen Erfolgsstreifen von 1970 fehlten und noch weniger "It must have been love" aus "Pretty Woman", ein Titel, für den das schwedische Pop-Duo "Roxette" 1991 den Grammy für den besten Soudtrack bekam.
Dann rissen hervorragende Interpretationen von "What a Feeling", Giorgio Moroder’s Golden Globe-prämierter Song aus "Flashdance" sowie "The time of my life" aus "Dirty Dancing" das Publikum von den Stühlen.
Letzter und absoluter Höhepunkt der Titelsong und Welthit für Céline Dion "My Heart will go on" aus "Titanic", dem erfolgreichsten Film aller Zeiten mit Leonardi do Caprio und Kate Winslet als Hauptdarsteller.
Nach überschwänglichem Dank und Blumensegen für die Hauptakteure und Henriette Gräfin von Deym und vor der "Robin-Hood-Zugabe" war es Keyboarder und Bandleader David Hlavac, der sich im Namen von "Lightmotif" für die Möglichkeit zum Auftritt "mit so einem tollen Orchester" und die herzliche Aufnahme in Arnstorf bedankte.
(Quelle: C. Machtl)

"Arnstorf Classics", das Orchester aus Schülern des Arnstorfer Musikinstitutes, gab bei der Nacht der Filmmusik einen eindrucksvollen Beweis seines Könnens.

Martina Sulcova von der Prager Pop-Band "Lightmotif" riss das Publikum mit ihrer Interpretation Oskar- und Grammy-prämierter Songs das Publikum von den Stühlen.
Rektor Jürgen Böhm (links) führte durch den Abend und bedankte sich bei Leiterin Stanislava Klinzing, Pianist Lukas Klinzing und allen weiteren Hauptakteuren für ein grandioses Konzerterlebnis.

Bandleader David Hlavac (links), hier am Keyboard mit Petr Zatloukal, hat die gesamte Orchestrierung jeder einzelnen Stimme bearbeitet und geschrieben, auch die Arrangements für "Die Nacht der Filmmusik" stammt von dem jungen tschechischen Musiker.