Freibad Arnstorf

Das Freibad entstand in den Jahren 1962-1964 auf Initiative von Herrn Dr.Franz Hummel und der Interessengemeinschaft zur Förderung des Freibades e.V. Arnstorf. Zur Finanzierung wurde u.a. ein Auto der Firma Hans Glas Dingolfing (heutiges BMW-Werk) unter der Bevölkerung verlost.


 Originallos von damals

1984 wurde es komplett erneuert und mit modernster Technik nach und nach ausgestattet. Die Wassertemperatur des 1,2 Millionen Litern fassenden Beckens wird mit Hilfe von Wärmepumpen auf konstant 26°C gehalten. Diese Wärme wird dem Wasser aus der Kollbach mit Hilfe von Kompressoren und Wärmetauschern entzogen.


 Wärmepumpe mit Kompressoren

Auch die bei der Wasserreinigung eingesetzten Anlagen sind vom Feinsten:
Durch den Anschlemmfilter auf Kieselgur- und Aktivkohlebasis wird das verschmutzte Badewasser auf nahezu Trinkwasserqualität gereinigt.
Anschließend wird es durch eine moderne Vakuumchloranlage desinfiziert. Dadurch entfällt der Zusatz von Algenmitteln und Eisensulfat.


 Filteranlage auf Kieselgur- und Aktivkohlebasis

Das Arnstorfer Freibad entspricht somit als einziges Freibad im Landkreis Rottal-Inn diesem hohen technischen Niveau.  


 Das 50m lange Schwimmerbecken

Wie bereits oben genannt, wurde das Freibad Arnstorf in den 60-er Jahren errichtet und war in vielen Bereichen nicht mehr auf dem aktuellen Stand. So waren das Kinderbecken, die Filtertechnik, der Sanitärbereich und der Kioskbereich veraltet und die Fassade der Gebäude unattraktiv. In Teilen bestanden  außerdem sicherheitstechnische und hygienische Defizite. Die Planung einer Renovierung und Erweiterung wurde deshalb im Jahr 2003 beauftragt. Die Umbauarbeiten konnten termingerecht fertiggestellt werden, so dass wie geplant, das Freibad am 28. April 2005 geöffnet wurde.

 

Architektur und Energiekonzept

Der Entwurf sieht ein Gebäude vor, das alle Funktionen wie Kasse, Kiosk, WC und Duschen und die Wasserwacht zentral unter einem Dach vereint. Entsprechend den Anforderungen wurden im intensiv genutzten Sanitärbereich ein Massivbau und beim im Winter genutzten Bereich der Wasserwacht ein wärmegedämmter Holzbau geplant. Bei der Detailausbildung wurde auf eine helle, farb- und materialbetonte Architektur mit freundlicher Atmosphäre Wert gelegt.
Das Funktionsgebäude öffnet sich zu den Schwimmbecken hin mit großen Verglasungen und schirmt sich nach außen mit kleineren Fenstern 
und farbigen Schiebeläden ab.
Der bestehende Umkleidetrakt wurde mit einfachen Mitteln (Farbe, Umsetzen der Kabinen) kostensparend saniert. Das alte Kinderbecken wurde durch eine attraktive Beckenlandschaft mit Attraktionen für die Kinder ersetzt, der umgebende Bereich neu gestaltet und in die bestehenden Außenanlagen behutsam eingefügt.
Der notwendige Umbau der Technik wurde unter ökologischen und ressourcensparenden Gesichtspunkten geplant.

(Asböck Architekten)

 

Sonnenenergie
Durch die Installation einer 440 m2 großen Solaranlage zur Beckenwassererwärmung im Jahr 2002 werden jährlich durchschnittlich 40.000 kWh Betriebsstrom für die Wärmepumpe eingespart und 26.000 kg CO2 vermieden. Im neuen Sozialgebäude wird die Sonnenwärme zusätzlich zur Vorwärmung des Duschwassers für die sechs Duschen verwendet, wodurch die Nutzung der Sonnenenergie noch weiter verbessert wird.
Grauwasser
Im Freibad mussten pro Woche ca. 180 m3 Trinkwasser für die Säuberung der Durchschreitebecken und Wege, für die 
Toilettenspülung und für die Rasenbewässerung verwendet werden. Im neuen Funktionsgebäude werden deshalb die WC´s und Urinalbecken mit Grauwasser betrieben, wodurch pro Saison ca. 600 m3 Trinkwasser eingespart werden können. Außerdem wurden zwei Zapfstellen zur Wegereinigung mit Grauwasser vorgesehen. Eine Möglichkeit zur Erweiterung der Grauwassernutzung für die Rasenbewässerung und damit zur weiteren Einsparung von Trinkwasser in der Zukunft wurde ebenfalls eingeplant.

(IB Ellinger)

 

Die Fotos wurden uns von Herrn Hans Hagn zur Verfügung gestellt.

 

zur

Startseite

hier

Klicken