Nicht unbedingt was Neues erfinden, sondern vorhandene Angebote für Senioren koordinieren
Seniorenbeirat setzt Schwerpunkte für seine Arbeit – Stammtisch angedacht

Arnstorf (cm). Im November hat sich der neue Seniorenbeirat der Marktgemeinde konstituiert, bei der ersten Arbeitssitzung wurden jetzt die Aufgaben und Ziele abgesteckt und die nächsten Schritte zu deren Realisierung festgelegt.
"Ein breitgefächertes Angebot für Erwachsenenbildung, Sport, Freizeit und Kultur erstellen, das möglichst viele der 1803 Einwohner über 60 Jahren (= 26 Prozent der Gesamtbevölkerung) anspricht und ihr Ansprechpartner bei Problemen sein" umriss die 1. Vorsitzende Iris Salewski den Grundgedanken.
Unter Moderation von Klaus Palme erforschten die zehn anwesenden Gremiumsmitglieder und Bürgermeister Alfons Sittinger zunächst die eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten, die sie einbringen können, um dann aus dieser Sammlung das mögliche Tätigkeitsfeld des Seniorenbeirates abzuklären.
Angesichts der Fülle von Anregungen, die von speziellen Seniorenreisen und Vhs-Kursen über heimatkundliche Vorträge und Führungen, der Organisation von Ausstellungen für zeitgenössische Kunst bis hin zu Herausgabe einer Broschüre mit aktuellen Informationen und einer Bürgerversammlung für Senioren reichte, war man sich einig, sich zunächst auf sechs Schwerpunkte zu beschränken.
So werden Iris Salewski und Klaus Palme zunächst einen Informationsdienst aufbauen.
Gemeinsam mit Vhs-Leiterin Elisabeth Rieß sollen Themen gesucht und das Programm der Volkshochschule um besondere Kurse für ältere Menschen erweitert werden.
Im Veranstaltungskalender der Marktgemeinde sollen all die Termine gekennzeichnet werden, die verstärkt die ältere Generation ansprechen. In den Bereichen Ausflüge, Reisen oder Sport sieht es der Seniorenbeirat seine Hauptaufgabe darin, keine neuen Aktivitäten zu erfinden, sondern die vorhandenen Angebote von Kirchengemeinden, der Vereine, der Sozialdienste und des Parkwohnstiftes zu sammeln, zu koordinieren und als Grundlage für einen speziellen Kalenders für die Generation 60plus zu verwenden.
Geplant ist zudem ein Stammtisch mit wechselnden Schwerpunktthemen als regelmäßiger Treff zum Gedankenaustausch.
Beim Angebot für Einzelgespräche will der Seniorenbeirat mit der Caritas-Sozialstation und weiteren Pflegediensten zusammenarbeiten und ist sich bewusst, dass dafür sehr viel Fingerspitzengefühl erforderlich ist. Er sehe sich als Motor für die Umsetzung der Projekte, die der Seniorenbeirat entwickelt und stehe auch für eine extra Bürgerversammlung für Senioren zur Verfügung, betonte Bürgermeister Alfons Sittinger seine Bereitschaft zur Mitarbeit.
Zum Thema Kopfsteinpflaster im Marktbereich, das bereits bei der Gründungsversammlung diskutiert wurde, könne er sich vorstellen, dass die angeregte Verlegung von Spurplatten für Rollstühle und Rollatoren nach und nach mit der Erneuerung der Gehwege verwirklicht werde.
Wegen des enormen Verwaltungs- und Arbeitsaufwandes sah Sittinger dagegen wenig Chancen, den ebenfalls im November vorgetragenen Wunsch nach einer Geschwindigkeitsanzeige in der Pfarrkirchner Straße umzusetzen.
Anregungen und Anfragen an den Seniorenbeirat können per e-mail an
seniorenarnstorf@aol.com gerichtet werden.

Unter Leitung von Professor Dr. Klaus Palme erarbeitete der Seniorenbeirat seine Aufgaben und die ersten Schritte, um die gesteckten Ziele zu erreichen.