Seniorenbeirat Arnstorf: Einiges erreicht und noch "tausend" Ideen im Kopf
Ein Branchenbuch für Senioren und Teilnahme am Modellprojekt "Aktiv im Alter"

Keine Änderung oder Erweiterung des Namens – Iris Salewski bleibt Vorsitzende

Arnstorf. 25 Prozent der Bevölkerung der Marktgemeinde ist über 60 Jahre alt.
Seit zwei Jahren setzt sich ein Seniorenbeirat für die Anliegen dieser Menschen ein. Da die Amtszeit des Beirates an die Wahlperiode des Marktrates gekoppelt ist, waren die Mitglieder bei der ersten Zusammenkunft nach der Wahl neu zu berufen.
Auf Vorschlag der alten und neuen Vorsitzenden Iris Salewski wurden zwei der bisherigen Vertretungen in den Status von Vollmitgliedern gesetzt, so dass dem Gremium künftig Hermine Feilen, Adelinde Grad, Henriette Gräfin von Deym, Josef Haberl, Hildegard Laurer, Professor Dr. Klaus Palme, Ursula Sendlinger, Anita Zanella, Angelika Gabor, Roswitha Kapfinger, Maria Plankl und Bürgermeister Alfons Sittinger angehören. Heinz Hasselmeier, der nicht mehr zur Verfügung steht, hat aber seine Unterstützung zugesagt, wenn sein Vorschlag eine Nachbarschaftshilfe in Leben zu rufen, verwirklicht werde.
Im Rückblick auf zwei Jahre Arbeit zog Iris Salewski eine durchwegs positive Bilanz, "auch wenn wir noch nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die ich mir gewünscht hätte."
Als Erfolg verbuchte sie den Einsatz einer Geschwindigkeitsmessanlage, für die sich Josef Haberl stark eingesetzt habe.
Hermine Feilen habe sich in Landshut über eine "Talentbörse" informiert, ein Projekt, das aber für Arnstorf weniger geeeignet scheine.
Unter Leitung von Professor Dr. Palme sei ein Profil erstellt, ein Fragebogen entwickelt und ein Logo entworfen worden, das im Programm der Volkshochschule seit Herbst 2007 auf besondere Bildungsangebote für Menschen ab 60 hinweist.
Die Homepage des Seniorenbeirates, die im Internet unter arnstorf.de/ A bis Z, zu finden ist, stellte Professor Palme vor.
Um von der Zielgruppe noch besser wahrgenommen zu werden, will man die Öffentlichkeitsarbeit intensivieren. So will man eine monatliche Beratungsstunde im Rathaus einführen, ein Flyer soll über die Arbeit des Beirates informieren.
Außerdem will sich der Beirat den Organen der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden vorstellen, Vereine zu einem Informationsgespräch einladen und eine Fragebogenaktion zur Bedarfsermittlung durchführen.
Außerdem will man die Idee der Vorsitzenden für ein Brachenbuch für Senioren realisieren und es allen Mitbürgern ab 60 Jahren zur Verfügung stellen. Die Arbeit werden sich Josef Haberl und Iris Salweski teilen. Bürgermeister Alfons Sittinger befürwortete die Bewerbung zur Teilnahme am Modellprojekt "Aktiv im Alter" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das Gemeinden eine Anschubfinanzierung gewährt, um ein tragfähiges Leitbild für aktives Altern zu entwickeln und in Projekten umzusetzen.
Unter anderem werden dadurch Aktionen zur Bedarfsermittlung, lokale Bürgerforen zum Thema "Wie wollen wir morgen leben" und die Entwicklung von Projekten für ältere Menschen unterstützt.
Eine Ausstellung für Senioren – ein Vorschlag von Annemarie Hecker – bei der Hilfsmittel für den täglichen Gebrauch vorstellt werden, wird im Rahmen des Allerheiligenmarktes am 9. November in den Räumen der VHS stattfinden.
Einig war sich das Gremium, dass der Name "Seniorenbeirat" ohne den Zusatz Behindertenbeirat erhalten bleibt. Grund für die neuerliche Namensdiskussion war eine Forderung von Richard Bellmann bei der letzten Bürgerversammlung, dass sich der Beirat auch um die Belange der Behinderten kümmern müsse. Der Seniorenbeirat sieht seine Aufgabe aber darin, sich um die Belange älterer Menschen in der Gemeinde zu kümmern, Behindertenarbeit werde im Landkreis von mehreren Stellen kompetent betrieben und betreue Menschen mit Behinderungen aller Altersklassen. Der zusätzliche Einsatz auch für diesen Bereich würde die Tätigkeiten eines Seniorenbeirates zu sehr verzetteln, so die Meinung der Gremiumsmitglieder.
Die nächste Sitzung, bei der Iris Salewski einige ihrer "tausend" weiterer Ideen vorstellen wird, findet am 16. Oktober um 14.30 Uhr statt. (Quelle: C. Machtl)

Sie wollen sich als Seniorenbeirate in den nächsten sechs Jahren um die Belange älterer Mitbürger kümmern (von links): Josef Haberl, Bürgermeister Alfons Sittinger, Adelinde Grad, Anita Zanella, Iris Salewski, Henriette Gräfin Deym, Hildegard Laurer, Ursula Sendlinger, Hermine Feilen und Professor Dr. Klaus Palme.