Konzepte für eine zukunftsorientierte Seniorenpolitik

Arnstorf beteiligt sich an Netzwerk

Wir werden weniger, älter und bunter. Dies sind die wesentlichen Eckpunkte des demographischen Wandels und dies betrifft auch Arnstorf. Schon jetzt gibt es mehr über 65jährige als unter 20jährige und der Anteil der über 80jährigen wird sich in den nächsten 20 Jahren verdoppeln. Wie wollen wir leben mit weniger jungen, mehr älteren Menschen und mehr Menschen mit Migrationshintergrund? Liegen in dieser Entwicklung nur Probleme oder gibt es auch Chancen, die es zu nutzen gilt? Arnstorf beteiligt sich zusammen mit 29 Kommunen aus Bayern an dem vom bayerischen Sozialministerium und der Bertelsmann Stiftung initiierten NetzwerkBildung für eine zukunftsorientierte Seniorenpolitik.

Unter der Moderation des Kuratoriums Deutsche Altershilfe, das die "NetzwerkBildung" als 2-monatigen Workshop konzipiert hat, werden hier gemeinsam Ziele, Strategien und Handlungskonzepte formuliert, um in einer älter werdenden Gesellschaft die Lebensqualität zu erhalten. "Jede Kommune soll für sich eine maßgeschneiderte Strategie entwickeln und doch sollen sich die Kommunen austauschen, zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen, damit nicht 30 mal das Rad neu erfunden wird", so Frau Salewski vom Seniorenbeirat, die für Arnstorf an dem Netzwerk teilnimmt.

Das Netzwerk startete im Januar 2009 mit einer Einführungsveranstaltung in Wasserburg. Da die Teilnehmenden aus ganz Bayern stammen, wurde im Internet eine virtuelle Lern- und Arbeitsumgebung mit verschiedenen Kommunikationsmöglichkeiten geschaffen, auf der sich die Teilnehmenden austauschen und ihre "Hausaufgaben" erledigen. Bis Anfang März 2009 haben sie Zeit, um ein kommunales Handlungskonzept zu erarbeiten, das dann sehr zeitnah umgesetzt werden soll.

"Seniorenpolitik ist für den Markt Arnstorf ein wichtiges Thema", betont Bürgermeister Alfons Sittinger. "Es ist uns bewusst, dass wir uns auf eine im Durchschnitt immer ältere Bevölkerung einstellen müssen. Das bedeutet für uns neue Herausforderungen in der Kommunalpolitik, die wir offensiv angehen und gestalten wollen. Der Markt Arnstorf hat sich deshalb auch um die Teilnahme an diesem für uns kostenlosen Netzwerk "zukunftsorientierte Seniorenpolitik" beworben", so Sittinger.

Als zweite Aufgabe war die Entwicklung eines Projekts bestellt worden. Arnstorf hat sich mit der Planung zur Einrichtung eines Fahrdienstes beteiligt. Dieses Projekt war angeregt worden durch den Artikel in der Presse vom 26. Januar 2009. Dass ein Fahrdienst kommen wird steht inzwischen fest, den genauen Zeitpunkt werden wir bekannt geben.

Am 5. März 2009 endete die Betreuung des Workshops durch die Organisatoren mit einem Workshoptag in Wasserburg. Die Teilnehmer trafen sich nach einer intensiven Onlinephase, in der gegenseitiger Ideen- und Informationsaustausch im Vordergrund stand, noch einmal zu persönlichen Gesprächen. Übereinstimmend sprachen die Teilnehmer den Organisatoren großes Lob für die Leitung und Moderation der Gruppe aus und bedauerten den Wegfall der Moderation. Am Nachmittag stellten die Teilnehmer auf einem "Markt der Möglichkeiten" ihre Arbeit vor Ort und ihr Projekte vor. Frau Salewski präsentierte die Arbeit des Seniorenbeirats in Arnstorf und die geplanten Aktivitäten in diesem und den nächsten Jahren. Bis zum Ende des Jahres wird der Onlineraum für den Austausch der Teilnehmer noch offen stehen, sodass die Kontakte zu den anderen Kommunen weiterhin gepflegt werden kann, was Frau Salewski auf jedem Fall tun will, da aus den anderen Kommunen wertvolle und hilfreiche Informationen zu erhalten sind und sie mit ihrer Erfahrung den anderen Unterstützung geben will.

Kontakt: Wenn Sie mehr über das Netzwerk wissen wollen, nehmen Sie mit Iris Salewski (Tel. 08723-574) Kontakt auf oder schauen sie auf die Homepage von Arnstorf. Unter Einrichtungen/Seniorenbeirat finden Sie die erste "Hausaufgabe", die sich mit der aktuellen Situation in Arnstorf beschäftigt und die Bevölkerungsentwicklung bis 2025 ins Auge faßt. Ergänzende Daten findet man auf wegweiser-kommune.de.

Iris Salewski präsentiert Arnstorfs Seniorenbeirat

 

Annette Scholl (Kuratorium Deutsche Altenhilfe) eröffnete als "Bürgermeister" den Markt der Möglichkeiten beim Workshoptag in Wasserburg.