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"Der Geizige" belebt das Kulturleben

Ausdrucksstark und in außergewöhnlichen Kostümen brachte das Ensemble "Der Geizige" auf die Bühne im Gerätehaus der Feuerwehr. (Foto: Bergbauer)

Als "Lebensmittel" bezeichnete Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl die Kultur (Foto: Bergbauer)

Freute sich über das große Publikumsinteresse: Bürgermeister Christoph Brunner (Foto: Bergbauer)

Das Vakuum an Kultur, das durch die Corona-Pandemie entstand, ist beachtlich. Nun lässt sich dieses Defizit gesetzeskonform wieder etwas füllen. Dabei gibt es Viele, die sich gerne auf diese Weise unterhalten lassen wollen. Eindrucksvolle Bestätigung war der Besuch des Kulturmobils, das am Sonntag seine Bühne für zwei Stück aufbaute. War es am Nachmittag „Der kleine Prinz“, der Jung und Junggeblieben unterhielt, so wurde am Abend die zeitgemäß inszenierte Barockkomödie  „Der Geizige“ von Jean Baptiste Moliére gespielt.
Die Witterung war zweifelhaft, so dass man bei der Feuerwehr Unterschlupf fand. Die zulässigen Kapazitäten wurden von den Zuschauern beide Male so gut wie ausgeschöpft. So füllte sich die Gerätehalle unter den vorgegebenen Hygieneauflagen bestens. Hier hatten die Organisatoren so viele Stühle aufgestellt, wie der Bereich mit dem nötigen Abstand her gab.
Erster Bürgermeister Christoph Brunner begrüßte beide Male das Publikum. Wie er wusste, macht das Kulturmobil seit es durch die Lande tourt, und das ist seit 23 Jahren, alljährlich auch in Arnstorf Halt. Lediglich 2011 kam es aufgrund von Terminüberschneidungen mit dem Mittelalterfest nicht – und auch im letzten Jahr fiel das Angebot corona-bedingt aus. Er freute sich über den regen Zuspruch und wünschte gute Unterhaltung.
Am Abend ließ es sich der Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl nicht nehmen, in seiner Heimatgemeinde zu Beginn der Aufführung einige Worte an die Anwesenden zu richten. Er bezeichnete Kunst als Lebensmittel. Zur Abendveranstaltung durfte er auch Zweiten Bürgermeister Konrad Stadler und den ehemaligen Bürgermeister Alfons Sittinger begrüßen, der über viele Jahre das Kulturmobil unterstützte. Das fahrende Theater des Bezirks sei ein Aushängeschild. Er dankte allen für die Unterstützung, vor allem auch dem Bauhof und der Feuerwehr sowie den 20 Mitwirkenden des Ensembles. „Genießen Sie den Abend“ lud er ein. „Es ist schön, dass Kultur wieder stattfindet.
Das Kulturmobil ist nicht „umsonst“, sondern kostenlos für die Zuschauer unterwegs. „Mobil“ bringen die Beteiligten Kultur aufs Land, direkt zu den Menschen und auch am Sonntag ging dieses Konzept auf. „Der Geizige“, ein Schauspiel nach einer Komödie von Jean Baptistie Molière stand im Mittelpunkt und wurde durchaus eigenwillig aber auch witzig unter der Regie von Florian von Hoermann inszeniert. Das Dauerthema Liebe spielte dabei eine bedeutende Rolle, aber auch das Geld. Der Vater, der so von Geiz und Gier besessen ist, ist dabei, das Glück seiner Kinder aufs Spiel zu setzen. Ganz klassisch hat er sogar die Wahl für die Ehepartner seiner Kinder getroffen. Aber, diese versuchen, ihn zu überlisten. Auch das Thema Corona wurde schnippisch in die Inszenierung mit eingearbeitet.
Das kurzweilige Stück brauchte nicht viel Bühnenkulisse. So konnte man sich auf das Wesentliche, nämlich auf die Schauspielkunst der Darsteller konzentrieren. Mit einem Lächeln im Gesicht und ungeteilter Aufmerksamkeit verfolgten die Zuschauer die Ereignisse in diesem kurzweiligen Stück voller komischer Gegebenheiten. Denn, man musste schon aufpassen, um in die Geschehnisse zu finden, wenn man die Handlung nicht kannte. Vor allem war es Wert, auf die Wortwahl und Dialoge zu achten, die mit Witz durch die Komödie führten. Die Kostümwahl war durchaus außergewöhnlich. Musikalische „I-Tüpfelchen“ gab's oben drein. So bereiteten Harpagon, der Geizige (Peter Papakostidis), seine Tochter Elise (Elisabeth Küchle), sein Sohn Clánthe (Arthur Hieb), Valére, der Liebhaber von Elise (Johannes Schön), Frosine, Heiratsvermittlerin, Kommissar Anselmo (Carmen Jahrstorfer), La Fléche, Cléanthes Diener, Koch, Hausmeister (Robert Erby) dem geneigten Publikum einen turbulenten, entspannten Sommerabend mit hohem Erinnerungswert.
Bereits die Kindervorstellung am späteren Nachmittag „Der kleine Prinz“ war eindrucksvoll. Dieser ist auf einem klitzekleinen Asteroiden zu Hause. Er reist zu den Menschen auf die Erde und unternimmt eine Reise durch die wunderliche Welt der Erwachsenen. Dabei kommt er allmählich darauf, was wirklich wichtig ist im Leben. Das Theaterstück  wurde lediglich von Christine Reitmeier, die in Eggenfelden lebt, inszeniert.
(Quelle: RA 28.07.2021)