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Die 400-Meter-Laufbahn kommt

Von einer „historischen Entscheidung“ sprach der Gemeinderat, als er für die 400-Meter-Bahn, die am Schulgelände entstehen soll, votierte. (Foto: Bergbauer)

Die Marktgemeinderäte sahen es als eine Investition in die Zukunft, eine Aufwertung für das Mittelzentrum, auch für den Breiten-, vor allem für den Schulsport: Mit drei Gegenstimmen entschied man sich bei der Sitzung am Montag für die Verwirklichung der 400-Meter-Bahn. Nun wird die Verwaltung mit Hochdruck an die Umsetzung gehen, sprich in die Planung einsteigen.

Die Stühle reichten bei weiterem nicht für alle Zuhörer, die sich eingefunden  hatten, vor allem seitens des LAC war man stark vertreten. Sie alle erlebten eine rege Diskussion, die mit dem Vorlesen des Beschlussvorschlages von Bürgermeister Christoph Brunner eröffnet wurde. In der Marktgemeinderatssitzung am 25. März 2019 wurde die Umsetzung  jener Variante, die eine Erneuerung der Sportanlage mit Erweiterungsmöglichkeit zur 400-Meter-Bahn vorsah beschlossen. Geschätzte Kosten in Höhe von 698.400 Euro. Für die Erneuerung der Außensportanlage mit aktualisierten Investitionskosten von 848.000 Euro liegen die schulaufsichtliche Genehmigung der Förderbescheid der Regierung von Niederbayern mit aktuell 152.000 Euro Zuweisung sowie der Zuwendungsbescheid des Bundes durch den Projektträger Jülich in Höhe von 315.000 Euro vor. Nachdem sich nun die Möglichkeit abzeichnet, ein für die Realisierung der 400-Meter-Bahn erforderliches Grundstück zu erwerben beziehungsweise dinglich zu sichern, besteht die Option, die Sportanlage komplett mit einer 400-Meter-Bahn zu bauen.
Es ergaben sich nochmals grundlegend andere Möglichkeiten, so Brunner. Deshalb wurde der Punkt in der letzten Sitzung von der Tagesordnung genommen, Zeit, die zwischenzeitlich zu Gesprächen genutzt wurde. Die 400-Meter Bahn sieht auch die Verwaltung als eine Stärkung des Schulstandorts, der ohnehin sehr gut aufgestellt ist. Rein schulaufsichtlich ist sie nicht notwendig. Man bewegt sich also nicht mehr in der Pflicht, sondern in der Kür. Allerdings blickte der Bürgermeister durchaus etwas besorgt auf die Weltwirtschaft; niemand weiß, wie es hier weiter geht. Bisher kamen die Arnstorfer Unternehmen gut durch die Pandemie, was sicher auch eine Basis ist, solche Vorhaben realisieren zu können.
Es bestehen berechtigte Chancen, zusätzliche Fördertöpfe zu nutzen. Erst letzte Woche fand beispielsweise ein vielversprechendes Treffen mit dem Leiter der LEADER-Förderstelle statt. Hier stehen rund 200.000 Euro Fördermittel im Raum. Umgehend nach der Entwurfplanung und Kostenermittlung würde man den Förderantrag einreichen.
Kyrill Gabor eröffnete die Diskussion. Er betonte, dass die CSU-Fraktion geschlossen hinter dieser Realisierung steht. Er sieht darin eine historische Chance. Es gab mehr als einmal einen Mehrheitsbeschluss für die Verwirklichung der 400-Meter-Bahn. Es gehe also auch ein Stück um die Glaubwürdigkeit dieses Gremiums. Persönlich war er über die Kosten nicht überrascht. Finanziell sieht er kein Problem, auch, weil Arnstorf die höchste Pro-Kopf-Steuerkraft im Landkreis hat. Auch müssen deshalb keine anderen Vorhaben gestrichen werden.
Beide Schulleiter sprechen sich eindeutig dafür aus und sehen eine Aufwertung für über 1.000 Kinder. Steigende Schülerzahlen sind prognostiziert. Weiteres Plus: der Fußballplatz hat momentan keine Normgröße, was sich mit der Maßnahme beheben lässt. So ließen sich auch überörtliche Veranstaltungen durchführen. Die Sportanlagen können auch von der Bevölkerung genutzt werden. Zudem begrüßte er, dass eine Erweiterung und Verbesserung der Busparkplatzsituation, die von vielen als dringend notwendig erachtet wird, damit einher geht.
Hans Reiter ging die Kosten genauer durch. Der Eigenanteil für die Grundsanierung liegt bei rund 350.000 bis 400.000 Euro. Lässt man den Grunderwerb aussen vor, so trägt der Markt Arnstorf nach aktuellen Schätzungen für die Anlage mit 400-Meter-Bahn rund 830.000 Euro. Niemand im Marktrat sei wohl Gegner dieser Sportanlage.
Ihm stellte sich eher der Aspekt der Kosten-Nutzen-Abwägung. Die Frage ist, ob sich Arnstorf dieses Prestige-Objekt leisten möchte. Peter Schaitl sah in der „großen Lösung“ viel mehr Möglichkeiten für den Breitensport und drängte für ein rasches Vorgehen, damit bis zum Beginn des Schuljahres 2023/24 die Anlage in Betrieb gehen kann. Hans Schmied fragte nach, warum der LAC Arnstorf hierfür als Nutzer keinen Beitrag leisten muss, während andere Vereine lediglich zehn Prozent Zuschuss für ihre Maßnahmen von der Gemeinde erhalten. Das, so erörterte der Bürgermeister, hängt davon ab, wer Träger ist. Für besagtes Vorhaben ist es der Markt Arnstorf, der es nicht für den LAC, sondern für die Schule baut. Allerhand Argumente wurden noch ausgetauscht, ehe Dr. Thomas Pröckl die Diskussion mit einem „ich bin ausdrücklich dafür“ beendete. Jetzt tut sich die Tür für die Verwirklich auf, jetzt hat man die Gelegenheit, da man ohnehin investieren muss.
Dem Rektor der Realschule, Andreas Scheungrab, wurde das Wort erteilt. Auch er sah eine einmalige Chance. Es gibt kaum eine Sportanlage, die wöchentlich von 1000 Kindern genutzt wird. Sie wäre ein Segen, nicht nur für Schulkinder. „Für meine Begriffe gibt es kein Argument dagegen.“
Letztlich beschloss der Marktgemeinderat den Kauf des erforderlichen Grundstücks bzw. die dingliche Sicherung der Sportanlage auf dem erforderlichen Grundstück voranzutreiben. Der besagte zwei Jahre alte Marktgemeinderatsbeschluss wurde aufgehoben, die Ausführungsplanung und Ausschreibung der damals beschlossenen Variante gestoppt. Nun wird die weitere Planung mit dem Bau der 400-Meter-Bahn verfolgt.  
Im Übrigen sollte es die letzte Sitzung in der Aula des Schulzentrums sein; die nächste wäre somit die erste dieser Legislaturperiode im Sitzungssaal.
(Quelle: RA 06.04.2022)