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Große Ehre für die Kulturblos´n

Konnte sich bei der Wahl zum Kulturpreisträger 2020 im Landkreis Rottal-Inn gegen 35 Konkurrenten durchsetzen: die Kulturblos´n Mariakirchen, hier bei den Passionsspielen vor zwei Jahren. (Foto: red)

Bücher sind seine Welt: Der 22-jährige Daniel Allertseder aus Bad Birnbach ist der Gewinner des Nachwuchsförderpreises 2020. Unter anderem erschien 2019 seine Novelle „Das Herz in der Hand“. (Foto: red)

Landkreis vergibt Kulturpreis 2020 an Mariakirchener Verein – Beim Nachwuchs siegt Daniel Allertseder

Trotz oder gerade wegen der Corona-Krise will der Landkreis auch 2020 mit dem Kulturpreis,
der seit 2018 verliehen wird, auf Kulturschaffende in Rottal-Inn aufmerksam machen. „In Zeiten,
in denen wir Kulturarbeit nur eingeschränkt erleben können, war es mir wichtig, Wertschätzung
für all jene auszudrücken, die unser Kulturleben sonst so reichhaltig gestalten“, betont Landrat Michael Fahmüller. Auch der Nachwuchsförderpreis, der junge Kulturschaffende unter 30 Jahren unterstützen und ermutigen soll, wurde für 2020 wieder vergeben. Die beiden Preisträger kürte wie jedes Jahr der Kulturausschuss des Kreistags.

Verleihung soll heuer nachgeholt werden

Der mit 2500 Euro dotierte Kulturpreis geht an die Kulturblos’n
Mariakirchen. Der 1991 gegründete Verein konnte sich bei der Jury gegen 35 weitere Vorschläge durchsetzen. Er verfolgt das Ziel, Kunst und Kultur in und um Mariakirchen zu fördern.
Eine besondere Rolle spielt das Theater, das durch seine aufwendig inszenierte Mariakirchener  Passion oder durch seine Freilichtaufführungen Bekanntheit erlangte. 2019 war der Verein sogar Gastgeber der bayernweiten „Herbst-Akademie“ für Laientheater.
„Der Verein steht für einen breiten Kulturbegriff, da er mit seinem bunten Programm alle Altersgruppen gleichermaßen anspricht. Seine Veranstaltungen, die über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt sind,
vereinen Vielfalt und Tradition, weshalb es mich umso mehr
freut, dass der Preis an die Kulturblos’n geht“, betont Dr. Ludger Drost, Kulturbeauftragter des Landkreises Rottal-Inn.
Die Freude bei der Kulturblos’n ist entsprechend groß: „Wir sind erstaunt, damit haben wir nicht gerechnet“, sagt Vorsitzender Manuel Heim im Gespräch mit der Heimatzeitung.
„Wir freuen uns natürlich sehr über die breite Anerkennung und darüber, dass wir so noch etwas bekannter werden.“ Darüber, wie der Verein, der am19. Januar seit genau 30 Jahren besteht,
das Preisgeld verwenden wird, habe man sich noch keinerlei Gedanken gemacht, erklärt Heim. Es sei jedoch gut möglich, dass man einen Teil der Summe für die Umsetzung des Musicals „Vom Geist der
Weihnacht“ verwenden werde. Ursprünglich habe man die Aufführungen mit mehr als 30 Mitwirkenden bereits für Ende 2019 geplant gehabt, damals musste man sie aus rechtlichen Gründen verschieben, 2020 machte dann Corona der Kulturblos’n einen Strich durch die Rechnung. Nun soll es eben zu Weihnachten 2021 so weit sein. Im Sommer soll es obendrein eine Neuauflage der „Sommernacht“ geben, die 2020 unter dem Hippie-Motto „Flower Power“ Premiere feierte. Und wird es irgendwann doch noch einmal eine Mariakirchener Passion geben? Geplant sei dies aktuell nicht, sagt Heim, fügt jedoch hinzu: „Aber
sag’ niemals nie!“

Für den Nachwuchsförderpreis wurden 2020 insgesamt sechs Vorschläge eingereicht.
Das Rennen machte am Ende Daniel Allertseder aus Bad Birnbach.
Der 22-Jährige, der aktuell noch eine Ausbildung zum Buchhändler absolviert, darf sich über 500 Euro Preisgeld freuen. Bereits mit 16 Jahren veröffentlichte er sein erstes Buch. Zuletzt erschien 2019 seine
Novelle „Das Herz in der Hand“. Zudem betreibt er seit mittlerweile fünf Jahren die Literaturplattform „WeLove-Books“ (www.welobo.com), auf der Rezensionen und Interviews mit renommierten Autoren
erscheinen. Auch auf der Leipziger Buchmesse war der Buchliebhaber bereits als Referent vertreten.
Darüber hinaus hat er in Bad Birnbach zwei literarische Veranstaltungsreihen ins Leben gerufen:
„Literatur im Rottal“ und die „Kulinarischen Krimiabende“. „Daniel Allertseder engagiert sich damit auf einem Kulturgebiet, das sonst nicht unbedingt im Fokus junger Nachwuchstalente steht. Darum freut es mich besonders, dass er den Förderpreis erhält“, so Dr. Ludger Drost. Bei dem22-Jährigen herrscht natürlich ebenfalls eitel Sonnenschein angesichts der Auszeichnung. „Es kam sehr überraschend.
Ich hatte den Kulturförderpreis über die letzten Jahre aus den Augen verloren. Außerdem wusste ich nichts von meiner Nominierung. Aber der Preis macht mich überglücklich und es bestätigt mich, in dem was ich tue“, erzählt Allersteder. Es sei schön, dass seine Arbeit und sein Engagement nun auch regional und von höherer Behörde wertgeschätzt werden. „Es bereitet mir innerlich Freude, dass ich mit meinen 22 Jahren doch schon etwas erreicht habe.“

Gedichtband „Arkaden“ soll am Montag erscheinen

Die 500 Euro Preisgeld will der Jungautor nutzen, um seinen Gedichtband mit dem Titel „Arkaden“ drucken zu lassen. „Da ich das Buch selbst publiziere, muss ich vorerst die Kosten finanzieren.“ Diese kann er sich nun sparen. Am kommenden Montag soll der Band erscheinen und baldmöglichst in den Buchanhandlungen der Umgebung verfügbar sein.

Auf die Preisverleihung muss er ebenso wie die Kulturblos’n noch etwas warten. Weil Großveranstaltungen wegen Corona auf absehbare Zeit wohl nicht möglich sind, soll der Kulturpreis 2020 gemeinsam mit dem von 2021 in einem Festakt verliehen werden, teilt das Landratsamt mit.
(Quelle: RA13.01.2020)