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Grünes Refugium im Herzen des Marktes

Moritz Graf von Deym und Bürgermeister Christoph Brunner freuen sich, dass heuer mit der Umsetzung begonnen werden soll (Foto: Bergbauer)

Das Areal soll durch die zusätzliche Gestaltung noch erlebbarer gemacht werden (Foto: Bergbauer)

Allerhand Bausteine wurden in die Planung eingearbeitet (Foto: Bergbauer)

Bei der „Arnstorfer Au“ ist der Name Begriff. Das „grüne Fleckchen Erde“ inmitten des Ortes wird seit geraumer Zeit als nachhaltiges Naherholungsgebiet ins Auge gefasst. Dahinter steckt in erster Linie eine Initiative von Moritz Graf von Deym, in das sich auch die öffentliche Seite einklinkte. Mittlerweile geschah viel auf dem Papier und heuer soll damit begonnen werden, das Vorhaben Realität werden zu lassen. Was jetzt schon für die Flora und Fauna ein Glücksfall ist, soll künftig auch den Menschen einer werden. Ermöglicht wird es auch durch die Einstufung als Leader-Projekt, wonach die Entwicklung des rund 22 Hektar großen Areals zu einem Naturerlebnis- und ortsnahen Erholungsraum für Alt und Jung finanziell aus EU-Zuschüssen mitgetragen wird. Dazu ist die Aktivierung des ehemaligen gräflichen Arboretums in Zusammenarbeit mit dem Grundbesitzer Graf Deym und dem Landschaftspflegeverband Rottal/Inn geplant. Allerdings sollte nicht unerwähnt bleiben, dass rund ein Drittel der Fläche weiterhin landwirtschaftlich genutzt wird.

In erster Linie war es Joseph von Deym, der hinter den Ursprüngen dieses Naturprojektes steht, das nun von seinem Sohn Moritz Graf von Deym ebenfalls vorangebracht wird mit dem Ziel, die landwirtschaftlich genutzten Flächen ökologisch aufwerten wollte. Sein Ansatz war, so erinnert sich Moritz Graf von Deym zurück, auf der Fläche ein Arboretum zu gestalten, was zunächst aus verschiedenen Gründen wieder eingeschlafen ist. In zweiter Linie war es dann der damalige Bürgermeister Alfons Sittinger, der den Wunsch vorgebracht hat, diese Flächen für die Allgemeinheit zu öffnen, worin ihn Moritz Graf von Deym so gut es ging unterstützte. Somit habe die Arnstorfer Au „mehrere Eltern“. Neben Dipl.-Ing. Martin Karlstetter von der gleichnamigen Planwerkstatt in Marklkofen, der hervorragende Arbeiten dazu vorlegte, darf auch Rainer Blaschke vom Landschaftspflegeverband Rottal-Inn nicht ungenannt bleiben, der sich sehr leidenschaftlich für das aktuelle Projekt einsetzte.

Zu Beginn der Planung gab es auf Initiative des Landschaftsarchitekten bereits eine mehrtägige große Arbeitsgruppe mit Vertretern der Arnstorfer Schulen und Vereine wie dem örtlichen Bund Naturschutz oder dem Obst- und Gartenbauverein, und überörtlichen Institutionen wie die Kreisentwicklung und dem Landschaftspflegeverband Rottal-Inn im Rathaussaal. Resultat daraus war, dass viele Ideen aus diesem Workshop in die weiteren Planungen eingeflossen.

„Ich muss oft an meinen Großvater denken, der, als das Arboretum in den Ende der 90iger Jahren angelegt wurde, gesagt hat, wie wunderschön diese Flächen in 30 Jahren sein werden“, so Moritz Graf von Deym. Die 30 Jahre sind noch nicht ganz voll, aber er hat jetzt schon Recht behalten, stellt er anerkennend fest. Es sei ein wunderschöner Fleck im Herzen von Arnstorf geworden und es freue ihn persönlich, diesen Fleck mit der Öffentlichkeit teilen zu können. Die Au soll der Naherholung und dem Naturerlebnis dienen, aber man sollte dabei nicht vergessen, das es in erster Linie hochwertiger Lebensraum für die Natur ist. „Wir Menschen sind dort eigentlich nur Gäste.“ Die Gemeinde, in erster Linie der Bauhof, und der Landschaftspflegeverband Rottal-Inn pflegen und gestalten die Au sehr behut- und sorgsam. „Ich weiß sie damit in besten Händen.“

Erster Bürgermeister Christoph Brunner stellte heraus, dass gerade aktuell das Thema Naherholung nochmals an Bedeutung gewann und freut sich, dass nach einer langen Zeit des Vorlaufs nun eine „kleine Oase“ mehr oder weniger mitten in Arnstorf zur Umsetzung kommt. Das Areal entsteht an der rückwärtigen Seite des Schlosses in den Kollbachauen. Für die Hiesigen dürfte die „obere und untere Au“ ein Begriff sein. Ein eingebetteter schöner Bereich, der absolut der Natur überlassen wird. Hier geht es um eine umweltkonforme Neugestaltung, wobei der langjährige Prozess seinen Ursprung Ende der 2000er Jahre nahm. Großer Wunsch wäre halt, nun, nachdem die Planung einen gewissen Fortschritt erreichte, die Bevölkerung mit einzubeziehen, wenn es konkret um Details geht. Geplant ist, die Schulen und Interessengruppen in die Konzeption und Umsetzung zu integrieren. Ebenso ist eine Kooperation mit regionalen Künstlern angestrebt. Es bleibt die Frage nach der Möglichkeit in den aktuellen Zeiten offen.

Im kommunalen Haushalt sind für die Realisierung heuer 130.000 Euro eingestellt. Nachdem es sich um ein Leader-Projekt handelt, kann mit einem Zuschuss in Höhe von exakt 49.845 Euro gerechnet werden. Nach Fertigstellung wird es zahlreiche Angebote für naturnahe Erholung und Spiel geben. Man kann wandern, rasten, die Seele baumeln lassen und die Freizeit in der Natur durch naturkonforme Aktivitäten gestalten. Zugleich werden naturschutzfachliche (Schutzbereiche) und wasserwirtschaftlichen Belange (Überschwemmungsgebiet) berücksichtigt. Die interessierten Besucher bekommen Gelegenheit, sich Wissen anzueignen. Dazu sind zehn Standort- und Informationstafeln geplant.

Diese durchaus ambitionierte Zielvorgabe kann mittlerweile schon etwas konkretisiert werden. Um das Ufer an der Kollbachschlinge begehbar zu machen, wird ein etwa 17 Meter langer und und zehn Meter tiefer Streifen abgesenkt. Hier bietet sich Platz für einen naturnahen Spielbereich. Das „Naturspiel“ lädt die Kinder mit Spielelementen aus natürlichen Materialen ein, sich zu bewegen und „kleine Abenteuer“ zu erleben. Dazu dienen Kletterstämme, Trittsteine oder Weidentunnel. Ein eigener „Jugendstrand“ dürfte vor allem die junge Generation als Platz zum Relaxen anziehen. Findlinge und Baumstämme stehen als Sitzmöglichkeiten bereit. Mit Flussbausteinen wird ein Lagerfeuerplatz errichtet und eine Stahlhalterung bietet sich für den Grillrost an. Um so nah wie möglich am Wasser zu sein, können am Eisweiher und an der Kollbach je ein Holzsteg genutzt werden. Zudem werden bodennahe Holzstege bzw. Knüppelwege angelegt. Die zehn geplanten Ruhebänke beziehungsweise Sitzgruppen über die Fläche an schönen Fleckchen verteilt, laden zum Verweilen ein. Davon entstehen fünf als Sonderanfertigungen als Holzskulpturen.

Momentan liegt es am beauftragten Planungsbüro Karlstetter in Marklkofen, den nächsten Schritt zu tun, um dann den Plan dem Marktrat vorstellen zu können.
(Quelle: RA 14. Mai 2021)