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Nahwärmenetz als Energiealternative

Marktrat spricht sich für Machbarkeitsstudie aus – Potenzial soll ermittelt werden

Gerade Kommunen können einen mitentscheidenden Beitrag zur Energiewende leisten. Diese Meinung vertritt auch der Marktrat Arnstorf und fasst den Aufbau eines Nahwärmenetzes ins Auge. Mit einer Machbarkeitsstudie soll nun der erste Schritt getan werden.
Der Wärmesektor ist einer der größten Energieverbrauchsposten und mitentscheidend für die Klimabilanz von Privathaushalten sowie industriellen und gewerblichen Prozessen. Um die national und international festgelegten Klimaschutzziele zu erreichen, will nun auch Arnstorf einen Beitrag zur Entcarbonisierung der Wärmeversorgung leisten und den Bürgern eine Möglichkeit geben, kostenverträglich eine Alternative zu fossilen Quellen zu finden.

Grobkonzept bildet Grundlage für Studie
Der Markt hat vor diesem Hintergrund im Sommer durch das Planungsbüro HPE eine erste Grobkonzeptionierung durchführen lassen, welche dann in einem Förderantrag „Wärmenetz 4.0“ zusammengefasst wurde. Bis zum September wurden in diesem Rahmen sogenannte Machbarkeitsstudien und weiterführend die Planungen zweier Leistungsphasen durch dieses Förderprogramm abgedeckt. Mittlerweile hat die Marktverwaltung eine Förderzusage erhalten.
Im Rahmen der Marktratssitzung stellte HPE-Chef Franz Hofmann das Grobkonzept vor. Hofmann zeigte dabei die regionalen Chancen, wie die Nutzung heimischer Ressourcen, die Beteiligung von Unternehmen, der Kommune und Bürgern an einem Nahwärmenetz sowie die wirtschaftlichen Vorteile auf. Bei den ersten Planungen hat sein Büro das Gemeindegebiet in einzelne Cluster aufgeschlüsselt. In einem ersten Schritt würde sich nach Meinung des Marktes der Aufbau eines Nahwärmenetzes im Baugebiet Kühbach anbieten, das in Kürze erschlossen wird. Dort bietet der Trinkwasserspeicher eine Energiequelle, Spitzen könnten zudem mit Hackschnitzelbefeuerung abgedeckt, eine Schallschutzwand könnte mit Solarthermie bestückt werden. Durch eine entsprechend groß gewählte Hauptleitung werde es auch möglich, zusätzliche Abnehmer anzuschließen. Ohnehin werde das Leitungsnetz so erstellt, dass es jederzeit ausgebaut werden kann. Selbstverständlich könnte jedoch auch in anderen Gemeindeteilen ein entsprechendes Nahwärmenetz erstellt werden. In der Nachbargemeinde Johanniskirchen sei bereits ein vergleichbares Netz von HPE selbst aufgebaut worden und werde auch schon betrieben. Dort bezahlen die Abnehmer 10,8 Cent pro Kilowattstunde.
Ergebnisoffen ist, wer das Nahwärmenetz künftig betreiben soll. Der Markt könnte sich ebenso beteiligen, wie Bürger und Unternehmen, eine Genossenschaft könnte gegründet werden oder ein Investor kann ins Boot geholt werden.
Sowohl Hans Reiter, Sprecher der Ländlichen Wählergemeinschaft sowie der Fraktionsführer der CSU/SPD/UWG/Junge Generation, Kyrill Gabor, bezeichneten die Ambitionen als sinnvoll und richtig. Zu lange sei die Gewinnung aus regionalen Ressourcen durch billiges Gas in den Hintergrund gedrängt worden. Wichtig sei, dass das Leitungsnetz dynamisch aufgebaut werde, damit potenzielle Anschlüsse bedient werden können. Mit der Machbarkeitsstudie kaufe man sich dringend benötigtes Wissen ein, fügte Kyrill Gabor an. Eine Dezentralisierung mache Sinn. Letztlich werde der Preis über den Kreis der Interessenten entscheiden.

Hohe Einnahmen durch Gewerbesteuer
In der Sitzung genehmigt hat der Marktrat einstimmig auch die Jahresrechnungen aus den Jahren 2019 und 2020. Auch das Ergebnis der Jahresrechnung 2021 legte Kämmerer Tobias Zeilhofer im Zahlenwerk zur Information vor. In Kürze findet hier die Rechnungsprüfung statt. Vor allem durch die hohen Gewerbesteuereinnahmen befindet sich Arnstorf in einer guter finanzieller Lage. Ebenfalls sehr positiv stelle sich das laufende Haushaltsjahr 2022 vor, machte Bürgermeister Christoph Brunner deutlich. Man werde keine Kredite aufnehmen müssen, da das Gewerbesteueraufkommen schon nach dem dritten Quartal über den veranschlagten 10,6 Millionen Euro liegt. „Wir als Markt werden weiterhin eine gute Infrastruktur bieten, damit die Betriebe ein optimales Fundament vorfinden“, betonte der Rathauschef.
Fertiggestellt ist nun auch der Kriterienkatalog für Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Bei Anfragen von potenziellen Betreibern wird das Dossier, das die Voraussetzungen aufzeigt, den Investoren zugesandt. „Es ist ein begrüßenswerter Leitfaden, der jedoch nicht rechtlich verbindlich ist“, betonte Marktrat Kyrill Gabor. Sein Fraktionskollege Günther Moosburner machte deutlich, dass mögliche Bürgerbeteiligungen ein Ansporn für die Betreiber sein sollten. Dem konnte Bürgermeister Brunner nur zustimmen, zumal dies auch die Akzeptanz bei den Anwohnern erhöhe. (Quelle: LZ vom 02.12.2022)