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Aktuelle Informationen

Braucht der Markt Arnstorf einen Streetworker?

Marktratssitzung: Beratung zur Jugendarbeit – Mehrgenerationenhaus wird kofinanziert

Braucht Arnstorf einen Streetworker und will der Markt Geld in die Jugendarbeit investieren? Um diese Fragen in der nächsten Sitzung mit einem konkreten Beschluss beantworten zu können, zeigte Manfred Weindl, Leiter des Jugendamtes am Landratsamt seine Analyse dazu auf.

Auf Initiative von Maria Bellmann (SPD) hat die Fraktion aus CSU/SPD/UWG/Junge Generation bereits im Juli einen Antrag für die Schaffung einer Planstelle für einen Streetworker beim Markt gestellt. Liegt man die Geschäftsordnung zugrunde, hätte eigentlich bereits in der Oktobersitzung eine Beschlussfassung erfolgen müssen. Dennoch blieb es bei der Vorstellung der verschiedenen Bereiche der kommunalen Jugendarbeit und bei anschließenden Grundsatzdiskussionen. Weindl nannte als Zielgruppe der Gemeindejugendarbeit neben Kindern und Jugendlichen bis 27 Jahre auch Bürgermeister, Verwaltung, Marktrat, ehrenamtliche Jugendleiter in Vereinen sowie Eltern. Die Aufgabe besteht darin eine Istanalyse zu veranlassen, damit klar wird, wo Defizite vorhanden sind, Fördermittel abgegriffen und Konzepte aufgestellt werden. Zu Letzterem gehören Jugendprogramme, Projekte oder die Installation und Betreuung eines Jugendtreffs. Ganz anders sieht der Aufgabenbereich der Streetworker auch aufsuchende Jugendsozialarbeit genannt aus. Diese Arbeit richtet sich an Jugendliche, die durch das bestehende Hilfesystem nicht ausreichend erreicht werden oder einen Personenkreis, der sozial benachteiligt, kriminell und stigmatisiert ist. Konkret geht es darum, für diese jungen Menschen Angebote zusammenzustellen, sei es um staatliche Leistungen zur Alltagsbewältigungen oder Hilfestellungen bei Drogenproblemen zu erwirken. Bereits existent ist die Jugendsozialarbeit an den Schulen, die somit ergänzt wird.

Sozialraumanalyse fiel positiv aus

Geht es nach der Sozialraumanalyse des Jugendamtes, besteht in Arnstorf kein erhöhter Bedarf für einen Ausbau der Jugendsozialarbeit. „In den drei Städten des Landkreises ist der Bedarf doppelt höher“, merkte Weindl an, betonte aber, dass jedoch die Einrichtung der Gemeindejugendarbeit sinnvoll erscheint. „Jeden Euro den wir in Kinder und Jugendliche investieren, zahlt sich später aus“, unterstrich Maria Bellmann ihre Bestrebungen. Sie sei sich bewusst, dass es immer Jugendliche gebe, die durch das bestehende Raster fallen, „doch jeder junge Mensch, der von einer Drogenkarriere abgehalten oder bei der Arbeitssuche unterstützt werden kann, ist ein Gewinn für die Gesellschaft.“ Jugendbeauftragter Thomas Brunner hinterfragte, ob sich das Einsatzgebiet auf den Wohnsitz Arnstorf beschränkt und ob sich Arnstorfer beispielsweise auch an den Pfarrkirchner Streetworker wenden können. Thomas Brunner schien es vor allem sinnvoll, wenn die ohnehin rege Jugendarbeit in den Vereinen professionelle Unterstützung erhält. „Doch wie schafft man es genau, den Nerv der jungen Leute zu treffen, die keine Strukturen wollen?“, ein Patentrezept dafür gebe es nicht, beantwortete Weindl die Frage. Wie und ob ein Jugendtreff erfolgreich funktionieren kann, wollten Johannes Gerwallner (LWG) und Moritz Graf von Deym (UWG) wissen. Als positives Beispiel nannte der Jugendamtsleiter Massing. Günter Deingruber (LWG) sieht durchaus einen Bedarf an erhöhter Jugendarbeit, da sich die Zahl der Drogenkonsumenten seines Wissens erhöhen. Günter Moosburner (UWG) wünscht sich einen Bedarfsvergleich mit den Märkten wie Massing oder Gangkofen, nur so sei die Sozialraumanalyse aussagekräftig.

Nach ausführlichen Diskussionen setzte Fraktionsführer Kyrill Gabor (CSU) den Schlusspunkt: „Es ist nicht die Aufgabe des Jugendamtleiters uns die Entscheidung abzunehmen. Das Gremium muss entscheiden, ob es dem Markt wert ist, Geld in die Jugendarbeit zu investieren.“ In der nächsten Sitzung wird der Marktrat dazu Farbe bekennen müssen.
(Quelle: LZ 23.10.2020)