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Uneinigkeit über künftige Nutzung des Schloßcafes

Beim Wintergarten wäre der Bau einer Rampe für einen behindertengerechten Zugang erforderlich. (Foto: Markt)

Zu keinem Konsens kam der Marktgemeinderat bezüglich der Frage, wie das ehemalige Schlosscafe künftig genutzt werden soll. Aber darüber herrschte Einigkeit, die Entscheidung nochmals von der Tagesordnung der Sitzung zu nehmen, um weitere Fragen zu erörtern und Beratungslücken zu schließen. Die Frage, ob als kommunales Gebäude genutzt oder als Gastronomie betrieben, ließ sich aufgrund des aktuellen Wissensstandes am Montag nicht beantworten.

Bürgermeister Christoph Brunner schilderte eingangs den Sachverhalt, wonach bereits in der Dezember-Sitzung seitens der Verwaltung über die weitere Nutzung der Räumlichkeiten „Unteres Schloss 2“ als Gaststätte berichtet wurde. Nachdem fest stand, dass eine Sanierung der Küche sowie die Erneuerung des Fußbodens für eine weitere Gaststättennutzung des ehemaligen Schlosscafes unumgänglich sind, wurden hierfür entsprechende Angebote eingeholt, welche sich auf eine Summe von rund 50.000 Euro beliefen. Zu diesem Zeitpunkt war auch bekannt, dass eine Zulassung des Dunstabzuges in der momentanen Bauart nicht möglich ist. Die Verwaltung holte alle Kosten bis zur sicheren Genehmigung eines Gastronomiebetriebes ein. Gleichzeitig wurden die Kosten für die Schaffung der Voraussetzungen einer anderweitigen Nutzung erstellt. Angedacht sind die Verlagerung des Seniorenzentrums, das Büro des Streetworkers sowie Schulungsräume und Büro der VHS. Dafür ist auch Barrierefreiheit erforderlich. Nach einer Begehung mit allen Beteiligten und Einholung aller Angebote ergibt sich für eine Sanierung zur weiteren Gaststättennutzung ein Gesamtbetrag von 85.700 Euro, die eingeholten  Angebote zur anderweitigen Nutzung ergaben einen Investitionsbetrag  (inclusive behindertengerechter WC-Anlage) von ca. 44.000 Euro.

Der aktuelle Stand bot Anlass zur Diskussion. Der Bürgermeister betonte, dass man ursprünglich von einer Investition von 50.000 Euro für die Gaststättennutzung ausging, ehe sich heraus stellte, dass weitere Kosten anfallen. Für das Seniorenbegegnungszentrum zahle man derzeit eine ordentliche Miete. Die Senioren, so berichtete die Vorsitzende des Seniorenbeirates Frau Iris Salewski bleiben sehr gerne da, wo sie aktuell untergebracht sind, seien aber auch für Veränderungen offen. Er selbst findet Gefallen an dem Gaststättenkonzept der potentiellen Pächterin, hätte es aber trotzdem grundsätzlich nicht weiter verfolgt aufgrund der Wirtschaftlichkeitsfrage für die Gemeinde. Marktrat Peter Schaitl sah etliche offene Punkte. Etwa, wie sich die behindertengerechte WC-Anlage, die im Erdgeschoss erforderlich wäre, realisieren lässt. Auch das Brandschutzkonzept, das zwangsläufig beim Antrag auf Nutzungsänderung erforderlich ist, sei nicht ausreichend. Sämtliche Anlagen wie Strom oder Fluchtwege müssten auf den neuesten Stand gebracht werden. Der Eingang im hinteren Bereich benötige eine Rampe, um barrierefrei zu werden. Deshalb bezweifelte er, dass die veranschlagten Kosten ausreichen. Allein der Ansatz von 1000 Euro für die Ertüchtigung der Elektrik und den Kauf von Möbel für 200 Quadratmeter Fläche seien deutlich zu niedrig angesetzt. Das Konzept der Gastwirtin stelle eine große Bereicherung für Jung und Alt dar. Sie selbst würden über 50.000 Euro zur Verwirklichung  investieren. Zudem könnte der Betrag der Investitionen für die Gemeinde in Höhe von 75.000 Euro gedeckelt werden, nachdem die Pächter die Differenz tragen würden. Er sprach von einem geplanten „Schnellschuss“.

Auch Dr. Thomas Pröckl verwies auf die Brandschutzverordnung mit ihren hohen Auflagen. Maria Bellmann äußerte ihre Bedenken, ob es sinnvoll sei, Senioren und Streetworker unter einem Dach zu vereinen. Sie befürchtete unter anderem, dass die Jugend eventuell dann Hemmungen haben könnte, das Angebot anzunehmen. Wie weitere Marktgemeinderäte heraus stellten, hatte der Seniorenbeirat noch nicht die Möglichkeit, gemeinsam zu beraten, wie man die Verlegung des Begegnungszentrums überhaupt sehe. Bisher wurde nur mit der Vorsitzenden besprochen. Diese Option sollte dem Kreis in jedem Fall gegeben werden. Günther Moosburner fragte nach, warum man sich so schwer tue, im Unteren Schloss weiterhin Gastronomie zu sehen. Es liege ein komplett ausgearbeitetes Konzept seitens der Pächterin vor, das sogar nochmals von der Gemeinde bestätigt wurde. Sie würde auch das Mobiliar, das brandschutztechnisch erlaubt ist, finanzieren. Weiter bemängelte er den fehlenden Informationsfluss, was die neueste Auflistung der Kostenaufstellungen betraf. Auch er bezweifelte, dass die angesetzten Kosten für die Umnutzung ausreichen. Zusätzlich verwies er darauf, dass das Landratsamt den Gaststättenbetrieb genehmigte. Die Gemeinde habe in der Hand, wie viel Geld sie ausgebe mit der Deckelung von 75.000 Euro; von der Alternative wisse man nicht genau, wie hoch die Kosten werden. Der Bürgermeister betonte, dass noch vor wenigen Tagen keine Rede von einer Deckelung war. Die Entscheidung über die Zukunft des Unteren Schlosses 2 wurde nochmals zurück gestellt und wird, so bald die offenen Fragen geklärt sind, fallen.(Quelle: RA 18.2.2021)