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Aktuelles von Kultur und Freizeit

Schon 2022 das nächste Mittelalterfest

Der neue Kulturausschuss (v.l. Moritz Graf von Deym, Maria Bellmann, Dr. Günther Meisetschläger, David Jonczyk, Anton Stadlbauer, Günther Deingruber) tagte unter Vorsitz von Bürgermeister Christoph Brunner (Mitte) und im Beisein von Kulturreferent Alexander Flexeder. (Foto: Angelika Gabor)

Ritterturnier

Kulturausschuss legt sich auf neues Datum von „Auf Heller und Barde“ fest - Terminabsagen

Für alle Mittelalterfest-Fans wird dies eine gute Nachricht sein: Das Arnstorfer Mittelalterfest „Auf Heller und Barde“ wird um ein Jahr vorverlegt. Darauf hat sich der Kulturausschuss am Donnerstagabend festgelegt.

Grund für den neuen früheren Termin ist die Tatsache, dass die Landshuter Hochzeit um zwei Jahre nach hinten, auf 2023, verlegt wurde. Da die Förderer des größten Mittelalterfestes, das über drei Wochenenden geht, Pandemie bedingt, keine Möglichkeit sahen, die Veranstaltung zum ursprünglichen Termin 2021 zu organisieren, wird die nächste Landshuter Hochzeit erst am 30. Juni 2023 beginnen. „Dass das Arnstorfer Mittelalterfest schon fest am zweiten Juniwochenende 2023 terminiert war, hatten die Organisatoren nicht auf dem Schirm“, betonte der Arnstorfer Organisator Rainer Gratz. Bei zwei so großen Mittelalterfesten sei aber zu befürchten, dass die Besucher „übersättigt“ werden, betonte auch Kulturreferent Alexander Flexeder. Auch die großangelegte Werbekampagne würde darunter leiden, da die Bevölkerung mit Mittelalterfest-Ankündigungen überschwemmt werde. Dass sich nun Arnstorf einen neuen Termin suchte, liegt daran, „dass die Landshuter Hochzeit der Platzhirsch ist und nun mal über drei Wochen läuft“, machte Gratz deutlich. Allerdings müsse man sich mit rund 25 000 Besuchern an drei Tagen auch nicht hinter dem Landshuter Format verstecken. Gerade die Mittelalter-Szene sei vom großangelegten Lagerleben auf dem Schlossareal, das so nur in Arnstorf geboten wird, begeistert.

Auch ein wichtiger Impuls für die Vereine

Mit der Vorverlegung von „Auf Heller und Barde“ möchte der Markt aber auch den Vereinen einen Aufwärts-Impuls geben. Durch die Pandemie und die damit verbundenen Absagen von Vereinsfesten, seien die Kassen klamm. Das Mittelalterfest soll so das Konjunkturpaket des Marktes sein. Da dann der Vier-Jahres-Takt beibehalten werden soll, ist das übernächste Mittelalterfest 2026 und damit exakt 885 Jahre nach der Markterhebung. „Dies gibt Aussicht auf ein interessantes Extramotto“, merkte Rainer Gratz an. Natürlich wünschen sich sowohl Marktverwaltung, als auch Bürgermeister Christoph Brunner und die Markträte, dass Rainer Gratz als Organisator erhalten bleibt. „Keine Frage, das Fest hat durch sein Wissen profitiert. Er hat es verstanden, Bewährtes zu belassen und neue Anreize geschaffen“, betonte Bürgermeister Brunner. Jedoch muss die Verwaltung die Festorganisation nach kommunalrechtlichen Vorgaben ausschreiben und Gratz den Zuschlag erhalten. Allerdings hat dieser die Messlatte sehr hoch gelegt und damit haben es Mitbewerber nicht leicht, diesen Ansprüchen gerecht zu werden.

Konkretes Datum steht: 10. bis 12. Juni 2022

Längere Abwägungen gab es im Gremium wegen des konkreten Datums. Dr. Günther Meisetschläger (CSU) sprach an, dass ein Termin in den Pfingstferien wegen Familienurlaubsreisen zu überdenken sein – einige Bürger hatten beim Mittelalterfest 2019 dies bemängelt. Maria Bellmann (SPD) merkte an, dass gerade für die aufwendigen Auf- und Abbauarbeiten, die von den rund 1 000 Mitwirkenden ehrenamtlich erfolgen, ein Ferientermin ideal sei, da dann ohnehin viele Urlaub haben und so nicht extra freinehmen müssen. Zudem machte Moritz Graf von Deym (EWG) deutlich, dass gerade in der Ferienzeit mehr Besucher zu einem Wochenende mit Lagerleben angelockt werden könnte.

Günther Deingruber (LWG) sprach an, dass 2026 das Fest mit dem Feuerwehrjubiläum Jägerndorf kollidieren könnte, doch Bürgermeister Brunner meinte, eine Fahnenweihe müsse nicht zwingend am zweiten Juniwochenende stattfinden. Somit wurde der Termin 10. bis 12 Juni 2022 fix gemacht.

Abgesagt und verschoben

Verbindlich abgesagt wurde das Sommerkonzert des Orchesters Arnstorf Classics sowie das Jahreskonzert des Musikinstitutes. Das Kulturmobil wird auch erst am 18. Juni 2021 wieder anrollen. Die Bühne wird dann - vorausgesetzt es gibt gutes Wetter - auf dem Busparkplatz samt neuem Sonnensegel aufgebaut. Bei schlechter Witterung ist das Feuerwehrhaus angedacht. Nach Verschiebung der Europäischen Wochen auf den Herbst, findet das Konzert im Schloss Mariakirchen am 30. September statt. Bereits erworbene Karten behalten ihre Gültigkeit. Allerdings, auch das macht Bürgermeister Christoph Brunner deutlich, hänge die tatsächliche Durchführung vom Verlauf der Pandemie ab. 

(Quelle: LZ 27.06.2020)