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"Im Herbst könnten sich die ersten Firmen ansiedeln"

Alfons Sittinger

Bürgermeister Alfons Sittinger im Interview - Großes Interesse an Gewerbepark Kollbachtal - In der Arnstorfer Au entsteht Bewegungsparcours

Über eine positive und dynamische Entwicklung der Marktgemeinde freut sich Bürgermeister Alfons Sittinger im Interview mit dem Rottaler Anzeiger: Die Nachfrage nach Flächen im Gewerbepark Kollbachtal ist groß. Außerdem entsteht in der Arnstorfer Au ein Bewegungsparcours.

2017 ist seit ein paar Wochen Geschichte: Unter welche Schlagworte würden Sie das vergangene Jahr rückblickend stellen?
Alfons Sittinger: Wir erlebten eine positive und dynamische Entwicklung. Arnstorf ist attraktiv für Neubürger. Erstmals konnte nach den Daten aus dem Einwohnermeldeamt im letzten Jahr die 7000 Einwohner-Marke überschritten werden. Nach den aktuellen Zahlen liegen wir zusammen mit den Neben-Wohnsitzen bei knapp 8000 Einwohnern. Aufgrund seiner zentralen Bedeutung wurde Arnstorf kürzlich als einziger Ort in der Region Landshut neu zum Mittelzentrum aufgestuft.

Arnstorf entwickelt zusammen mit Roßbach den "Gewerbepark Kollbachtal": Wann können sich dort die ersten Unternehmen ansiedeln? Gibt es schon Firmen, die im Arnstorfer Bereich bauen wollen?
Sittinger: Der Gewerbepark Kollbachtal, der gemeinsam von Roßbach und Arnstorf entwickelt wird, umfasst eine Fläche von etwa 100 000 Quadratmetern. Ohne, dass bis jetzt groß Werbung gemacht wurde, sind davon bereits mehr als zwei Drittel von unterschiedlichen Firmen mit Parzellen zwischen 4000 und 15 000 Quadratmetern reserviert. Sollte weiterer Bedarf bestehen, können, so die Absprache mit dem Grundstückseigentümer, zusätzliche Flächen erworben werden. Die Ausweisung des Gewerbeparks erfolgt als "interkommunales Gewerbegebiet" nach den Vorschriften des neuen Landesentwicklungsprogramms. Es ist nicht an bestehende Siedlungseinheiten angebunden. Die Gemeinden haben nachzuweisen, dass andere geeignete, angebundene Standorte nicht zur Verfügung stehen.Dazu wurden in Zusammenarbeit mit dem beauftragten Ingenieurbüro eine Flächenbewertung durchgeführt und zwölf mögliche Standorte geprüft und nach einem Punktesystem bewertet. Die Vorteile liegen eindeutig bei dem nun ausgewählten Gebiet bei Weilnbach. Unüberwindbare Hindernisse scheinen nicht mehr vorzuliegen. Die Unterlagen für das Bauleitplan-Verfahren und deren Auslegung sind in Vorbereitung. Mit der Erschließung hoffen wir dann im Spätsommer beginnen zu können. Erste Ansiedlungen sind dann nach unserer Einschätzung Anfang 2019, wenn alles gut geht vielleicht auch schon im Herbst dieses Jahres, möglich.

Wie sieht die weitere Entwicklung in der Arnstorfer Au aus? Es waren Erlebnisstationen zur Naturerfahrung, ein "grünes Klassenzimmer" sowie ein Bewegungsparcours imGespräch.
Sittinger: Die Arnstorfer Au ist ein Juwel für den Artenreichtum mitten in Arnstorf. In dem 20 Hektar großen Gebiet konnte in hervorragender Gemeinschaftsarbeit zwischen Landschaftspflegeverband, dem Markt, Vereinen und Verbänden und nicht zuletzt durch das Engagement zahlreicher Bürgerinnen und Bürger und der gräflichen Familie von Deym in einer Reihe von Workshops ein gutes Vorzeigeprojekt und ein Gewinn für Mensch und Natur entwickelt werden, lautete die Einschätzung der ehemaligen Umweltministerin Ulrike Scharf. Sie besuchte im letzten Jahr die Au und zog dabei diese durchwegs positive Bilanz. Das freut uns sehr und ist Ansporn, in diese Richtung weiter zu arbeiten. Bereits im letzten Jahr nutzte die Grundschule die Au als "Grünes Klassenzimmer". Die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen haben unter Anleitung ihrer Lehrerin Alexandra Seiler einen reich bebilderten Naturführer für Kinder entwickelt und veröffentlicht. 52 Seiten stark ist der Führer unter dem Titel: "Mit Kiebitz Kiebi durch die Arnstorfer Au". Er wird im Unterricht auch in den nächsten Jahren eingesetzt. Heuer ist vorgesehen, den Bewegungsparcours mit Kosten von etwa 75 000 Euro zu bauen. Dazu erhält der Markt einen Zuschuss von 43 000 Euro aus dem Förderprogramm LEADER. Die Maßnahme wird voraussichtlich im Mai ausgeschrieben. Die Maßnahme kann dann in der zweiten Jahreshälfte umgesetzt werden. Der Standort liegt voraussichtlich in der Nähe der Ecker-Eichen an der Verbindungsstraße nach Hag. Der Bereich ist schon jetzt Ausgangspunkt zahlreicher sportlicher Aktivitäten wie Trimm-Trab oder Nordic Walking.

Wie steht es um den Ausbau der Staatsstraße und des Radweges nach Malgersdorf? Konnte eine Einigung mit den beiden Grundstückseigentümern gefunden werden, deren Flächen für dieses Projekt benötigt werden?
Sittinger: Bisher konnten vom Markt Arnstorf von der Gemeindegrenze nach Malgersdorf bis Wabach etwa 2,3 Kilometer realisiert werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa zwei Millionen Euro, wovon etwa 850 000 Euro auf den Markt entfallen. Bei dem Projekt wurde nicht nur der Radwegebau durchgeführt, sondern auch die Staatsstraße auf 6,50 Meter verbreitert und instandgesetzt. Auf einer Länge von 1480 Metern erhielt der kombinierte Rad- und Wirtschaftsweg Bürgermeister Alfons Sittinger im Interview -Großes Interesse an Gewerbepark Kollbachtal - In der Arnstorfer Au entsteht Bewegungsparcours eine Breite von 3,50 Metern, 470 Meter wurden in einer Breite von 2,50 Meter als reiner Radweg ausgeführt. Im Ortsbereich Jägerndorf erfolgt die Verbindung über die bestehende Ortsstraße. Der nun noch fehlende Lückenschluss hat eine Länge von 850 Metern. Die Finanzmittel wären vom Freistaat Bayern bereitgestellt. Die Realisierung hängt aber am Grunderwerb. Von den insgesamt 34 beteiligten Eigentümern mit einer benötigten Fläche von 24 345 Quadratmetern fehlen noch zwei Unterschriften mit zusammen 1400 Quadratmetern Fläche. Eine Grundstücksbesitzerin hat kürzlich dem Projekt zugestimmt. Die Verhandlungen mit den zwei noch unentschlossenen Anliegern werden intensiv weitergeführt.

Welche (weiteren) Projekte werden das Jahr 2018 in der Gemeinde prägen?
Sittinger: Auf der Agenda stehen die Fortführung des Radwegs, die Erschließung des Gewerbeparks und eines größeren Wohnbaugebietes, der Breitbandausbau und die Sanierung der Sportanlagen beim Schulzentrum.

Die Fragen stellte Markus Schön
(Quelle: RA 4.4.2018)