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Impulse zur Gestaltung der Nahversorgung gaben (von links) Andreas Fischer (Regionalmanagement Rottal-Inn), Thomas Breinfalk (IHK Niederbayern), Stv. Landrat Helmuth Lugeder, Zeilarns Bürgermeister Werner Lechl, Ludwig Reil (Direktvermarkter Rottal-Inn), Arnstorfs Bürgermeister Alfons Sittinger, Peter Schmid (Regierung von Niederbayern) und Stefan Rau (Handelshaus Rau). − Foto: red

Regionalmanagement organisiert Veranstaltung zur Nahversorgung

Welche Trends treiben aktuell den Handel an? Welche Voraussetzungen sind bei der Ansiedlung eines Nahversorgungsbetriebs zu beachten? Welche alternativen Möglichkeiten gibt es, um die Versorgung vor Ort zu sichern? Diese Fragen wurden bei einer Infoveranstaltung des Regionalmanagements Rottal-Inn im Kulturzentrum (KUS) in Arnstorf behandelt.

Stellv. Landrat Helmuth Lugeder und Arnstorfs Bürger-meister Alfons Sittinger gingen auf die Nahversorgungssituation allgemein ein. Viele Orte und Gemeinden im ländlichen Raum sähen sich mit den Herausforderungen des demographischen Wandels konfrontiert. Die Sicherung der öffentlichen Infrastruktur und der wohnortnahen Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs sei ein entscheidender Faktor für die Attraktivität eines Ortes. Vor allem für ältere und nicht-mobile Menschen wäre der Nahversorger vor Ort wichtig für die Lebensqualität. Dabei spiele nicht nur der Kauf von Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs eine  Rolle, sondern auch die Funktion als sozialer Treffpunkt.

Das Regionalmanagement am Fachbereich Kreisentwicklung konnte für die Veranstaltung Referenten gewinnen, die aktuelle Entwicklungen der Nahversorgung aus verschiedenen Blickwinkeln betrachteten. Thomas Breinfalk von der IHK Niederbayern berichtete über Trends beim Handel in der Region. Kennzahlen dafür sind nachzulesen unter
handelsatlas.ihk-niederbayern.de. Peter Schmid von der Regierung von Niederbayern stellte die landesplanerischen Anforderungen bei Ansiedlungen vor. Veranschaulicht wurde dies anhand eines konkreten Beispiels aus der Gemeinde Falkenberg.

Von Möglichkeiten, die Nahversorgung auch im ländlichen
Raum sicherzustellen, berichtete Stefan Rau vom Handelshaus Rau, welches kleinflächige Nahversorgungskonzepte in ganz Bayern beliefert. Dabei ging es vor allem um Dorfläden, es wurde jedoch auch über Lieferdienste und Lebensmittelautomaten gesprochen. In einem Praxisbericht erzählte Werner Lechl, Bürgermeister der Gemeinde Zeilarn, von Erfahrungen beim laufenden Betrieb des Dorfladens in Zeilarn.

„Die Referenten haben mit anschaulichen Beispielen gute Impulse für die Verbesserung der Versorgung vor Ort gegeben. In Anbetracht der Umstände, dass hier auf den Landkreis und die einzelnen Gemeinden in der Zukunft viele Herausforderungen zukommen werden, hätten mehr verantwortliche Kommunalpolitiker von den fachlich fundierten Vorträgen profitieren können,“ so das Resümee von Waldemar Herfellner, Leiter des Fachbereiches Kreisentwicklung. 
(Quelle: RA, 30.5.2018)