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Neuer Glanz für Kreuzigungsgruppe am Kalvarienberg und das Portal des Unteren Schlosses

Bürgermeister Alfons Sittinger, Diplom-Restauratorin Tamara Helmbrecht und Bauhofmitarbeiter Thomas Eder (von links) freuen sich über die gelungene Restaurierung der Kreuzigungsgruppe auf dem Kalvarienberg. (Foto: Machtl)

Seit über 200 Jahren ist der Kalvarienberg mit der Kreuzigungsgruppe auf der kreisförmigen Anhöhe gleich im Anschluss an den Ortsteil Schleeburg ein beliebtes Ziel für stille Beter, für Andachten der Männerkongregation und der Kolpingsfamilie. Nach der gelungenen Restaurierung der 14 Kreuzwegstationen im Jahr 2015, die links und rechts der 107 Granitstufen nach oben begleiten, wurde die Kreuzigungsgruppe nun ebenfalls renoviert. Die Kosten wurden vom Markt als Besitzer übernommen. „Hochinteressant und außergewöhnlich“ schilderte Diplom-Restauratorin Tamara Helmbrecht aus Steinbach bei Straubing beim Pressetermin zur Begutachtung die Figuren, die im 19. Jahrhundert in der Eisenhütte Bodenwöhr angefertigt worden sind. Lob zollte sie der gelungenen Neufassung mit Öl und Bleiweiß in den 90er Jahren, wodurch die Figuren sehr gut geschützt seien. Nach der nun durchgeführten Entfernung von Grünspan und Schmutzablagerungen erstrahlen Christus am Kreuz, Mutter Maria und der Jünger Johann wieder im neuen Glanz. Damit dieser lange erhalten bleibt, wird der Bauhof für entsprechenden Winterschutz sorgen. „Ein wichtiger Platz für Arnstorf, der von der Bevölkerung sehr gut angenommen wird und den wir in Ehren halten wollen“ betonte Bürgermeister Alfons Sittinger und kündigte an, dass die Ölberggruppe aus Holz in der gemauerten Nische auf halber Höhe des Kreuzweges 2019 restauriert werde. In neuem Glanz zeigt sich auch das hölzerne Portal des Unteren Schlosses am Marktplatz, dessen Restaurierung ebenfalls ein Werk von Tamara Helmbrecht ist.

Der Kalvarienberg in Arnstorf:

In seinem Buch „Arnstorf im Wandel der Zeit“ hat Ludwig Kitzinger dem Kalvarienberg ein eigenes Kapitel gewidmet. Demnach wurde die Stätte im gräflichen Gehölz „die Schleeburg“ erstmals in der Schneekapellenrechnung 1790/93 erwähnt. Die älteste bildliche Darstellung ist auf einer Votivtafel von 1801 in der Pfarrkirche Mariakirchen zu sehen, auf der eine Dankprozession der Arnstorfer Bürger nach Mariakirchen mit der Landschaft zwischen beiden Orten gemalt ist. 1821 hat die Gutsherrschaft auf Bitten des Gemeindevorstehers Matthias Huber die Erlaubnis erteilt, dass der Kalvarienberg „wieder aufgestockt und mit Stufen versehen und die Figuren wieder aufgestellt werden“. Die Gemeinde verpflichtete sich, dem Grundherrn jährlich eine Anerkennung von einem Kreuzer und vier Heller zu bezahlen. Für eine umfassende Instandsetzung wurde eine Sammlung durchgeführt, für die Errichtung eines kapellenartigen Baues auf halber Höhe das Baumaterial kostenlos geliefert. 1836 wurden 50 Lärchen gepflanzt, die heute als mächtige Bäume die steinernen Stufen begrenzen. 1855 erhielt der Kalvarienberg „auf die besonderen Bemühungen des Kooperators und gräflichen Erziehers Johann Baptist Ritzer eine bis in die Gegenwart reichende Neugestaltung“. Aus Metten wurde 107 Granitstufen herangefahren, die Eisenhütte zu Bodenwöhr lieferte drei vergoldete Figuren. Christus am Kreuz, Mutter Maria und den Jünger Johannes. Am Fuße des Kreuzes soll ein echtes Kreuzpartikel eingelassen sein. Der Stufenaufgang erhielt am 5. Juni 1856 und die Kreuzwegstationen am 25. August 1856 die Weihe. Früher war der Kalvarienberg namentlich in der Karwoche Zufluchtsstätte gläubiger Menschen. In der Grabesgruft war das Heilige Grab aufgebaut. Der Rottaler Anzeiger vom 12. April 1950 berichtete: „Nach vorsichtiger Schätzung sind es über 2000 Personen aus Arnstorf und der Umgebung, die dem Kalvarienberg in der Karwoche einen Besuch abstatten.“
(Quelle: RA 03.08.2018)