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Bayerisch-französische Einigkeit an Isère und Kollbach

Freuen sich auf eine künftige Partnerschaft: die Delegation aus Eyben, die Arnstorfer Markträte, die gebürtige Arnstorferin Gabi Lhopital (8.von links) Dolmetscherin Kathrin Eiblmeier, Bürgermeisterin Francie Megevand und Arnstorfs Bürgermeister Alfons Sittinger (10., 12., und 13. von links). (Foto: Machtl)

Partnerschaft zwischen Eybens und Arnstorf auf bestem Weg – Delegation um Bürgermeisterin Francie Megevand zu Gast in der Marktgemeinde

Es sieht gut aus für eine Partnerschaft zwischen der Stadt Eybens im Tal der Isère im Süden Frankreichs und der Marktgemeinde Arnstorf im Kollbachtal. Nach dem Besuch einer Arnstorfer Delegation im Juli in der französischen Stadt war nun eine Abordnung mit Bürgermeisterin Francie Megevand an der Spitze im Kollbachtal zu Gast. Ein umfangreiches Programm bot den Besuchern die Gelegenheit, verschiedene Einrichtungen wie auch das gesellschaftliche und kulturelle Leben im Markt kennen zu lernen. Der Abschlussabend im Rathaussaal mit den Markträten stand ganz im Zeichen einer positiven Stimmung, die auf eine baldige offizielle Besiegelung der Partnerschaft hindeutet. Eine Besonderheit am Rande: im Kreis der französischen Delegation kam Frau Gaby Lohpital an ihren Geburtsort zurück. „Meine Mutter wurde während des 2. Weltkrieges aus Hamburg evakuiert, ich wurde hier geboren, lebte zwei Jahre in Arnstorf und kam nach dem Krieg wieder nach Hamburg, seit 50 Jahren lebe ich in Eybens“, erzählte sie. „Wir sollten den europäischen Gedanken hoch halten und auch mit Leben erfüllen, Begegnungen und Freundschaften über die Grenzen hinweg schaffen Verständnis und Vertrauen, sie bilden das Fundament am großen Haus Europa. Lassen Sie uns gemeinsam an diesem Fundament bauen, “ fasste Bürgermeister Alfons Sittinger die Bereitschaft zur Gemeinsamkeit in Worte. „Einander näher kommen, Begegnungen mit Bürgern jeden Alters und über Generationen hinweg herstellen, Austauschprojekte fördern und Begeisterung wecken“, trug Madame Sophie Rouvre als Vertreterin des europäischen Austauschkomitees in Eybens, das sich seit vier Jahren um eine Partnerschaft mit einem Ort in Deutschland bemüht, die angestrebten Ziele vor. „Wir haben bei euch so viel gesehen und erlebt und sind mit großer Freundlichkeit aufgenommen worden, ich denken, dass wir weitermachen müssen“, ergänzte Bürgermeisterin Megevand. Sie war es auch, die per Power Point den Markträten ihre Stadt vorstellte: 10259 Einwohner, ein Haushaltsvolumen von 26 Millionen Euro, ein Bürgerhaus für Menschen, die Sozialhilfe brauchen, ein Vereinshaus für Veranstaltungen der rund 100 Vereine, Bürgerinitiativen, Seniorenbeirat, Projekte wie Grünflächen in den Vierteln, Kitas, Krippen, Jugendservice, Kulturzentrum, Sportplätze und eine Fülle von Festen das ganze Jahr über. Ungeachtet dessen, dass die Abgeordneten bzw. Markträte in beiden Kommunen noch über die Partnerschaft abstimmen müssen – in Eyben am 13. Dezember, in Arnstorf bei einer der nächsten Marktratssitzungen – wurden bereits konkrete Vereinbarungen getroffen, unter anderem für das Orchester Arnstorf classics. Da Musik bekanntlich keine Grenzen kennt, sprang der Funke sofort über und die Musiker unter Leitung von Stanislawa Klinzing wurden eingeladen, ihre obligatorische Probenwoche in den Osterferien 2019 im Eybens zu verbringen, mit den dortigen Musikern zu üben und ein Konzert zu geben. Auch bei der Besichtigung des Schulzentrums mit Realschulrektor Andreas Scheungrab und Schülerinnen des Französischzweiges wurde bereits über einen möglichen Schüleraustausch gesprochen. Touristische Angebote hüben wie drüben etwa für Vereinsausflüge oder die Idee, Jugendlichen in den Ferien Praktika anzubieten, sollen konkrete Formen annehmen. „Wir haben einen Stein ins Wasser geworfen, die Wellen werden langsam, aber sicher wachsen“, zeigte sich Bürgermeister Sittinger zuversichtlich. Zur Erarbeitung von Aktionen, für Quartierfindung oder als Ansprechpartner schlug Marktrat Moritz Graf von Deym die Gründung eines Vereins vor. „Wir haben 2018 schon einen Betrag eingeplant, für 2919 werden wir überlegen, was notwendig ist und in den Haushalt aufnehmen“, so die Antwort Sittingers auf die Frage nach einem Budget für die Partnerschaft. Natürlich wurden am Ende Gastgeschenke ausgetauscht. Weil der Champagner nicht mit in den Flieger durfte, bedachte Bürgermeisterin Megevand bedachte ihren Amtskollegen mit einem Sektglas, „das bei der Besiegelung der Partnerschaft gefüllt wird“. Aus Niederbayern nehmen die Gäste einen Kalender für 2019 mit Natur- und Landschaftsbildern mit, den der Markt erstmals aufgelegt hat, ebenso die neue Broschüre über Bildungsmöglichkeiten und Chancen vor Ort. Mit dem Buch „Sagenhaft“ können sich die Eybinois, wie die Bewohner Eybens genannt werden, mit Sagen und Geschichten der künftigen Partnergemeinde vertraut machen. Auf den Arnstorfer Honig und der Wein aus Arnsdorf in der Wachau müssen sie freilich ein paar Tage warten, denn diese Gaben müssen per Paket nachgeschickt werden. Ein dickes Lob und herzlichen Beifall samt Blumen gab es für Kathrin Eiblmeier. Hat sie doch als perfekte Dolmetscherin und Motor auf dem Weg zur Partnerschaft viel Zeit und Energie aufgewendet. Ein Imbiss mit Arnstorfer Bier und spannende Gespräche beschlossen den Abend.                        -cm

Die Stadt Eybens:

Eybens ist eine französische Gemeinde im Département Isère in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Sie zählt 10.259 Einwohner und ist Teil des Arrondissements Grenoble sowie Teil des Kantons Échirolles (bis 2015: Kanton Eybens). Die Einwohner heißen Eybinois. Die Entfernung beträgt etwa 850 Kilometer und ist mit dem Flugzeug über Lyon in einer guten Stunde erreichbar.

Das lernten die Gäste aus Eybens bei ihrem Besuch im Kollbachtal kennen:

Samstag, 27. Oktober: Nach dem Mittagessen beim Kroaten Führung durch das „Obere Schloss“ durch Moritz Graf von Deym, anschließend Musik und Diskussion im Kulturzentrum mit dem Orchester Arnstorf classics, kurzer Geschäftsrundgang bei Bio und Regional im Unteren Schloss, Gespräche zu den Themen Seniorenbeirat, Nachbarschaftshilfe, Treffpunkt international und Familienpaten im Zentrum für Familie und Senioren, Abendessen im Café Hierzegger.

Sonntag, 28. Oktober: Führung durch das Mehrgenerationenhaus Parkwohnstift mit Mittagessen, Besuch der Firma Lindner mit Vorstellung des weltweit agierenden Unternehmens, anschließend Führung durch das Geburtshaus von Inge Helmer am Pfarrer Brücklmeier Weg, Fahrt durch den Markt mit Gang durch die Arnstorfer Au, Besichtigung von Bauhof, Freibad, TSV-FC Sportgelände, Feuerwehrhaus, Biotope und Biogasanlage, Führung durch die historischen Räumlichkeiten des Thalhauser Hofes und hier Abendessen.

Montag, 29. Oktober: Führungen durch die Kita Pusteblume und durch die Abteilungen des Rathauses, Mittagessen im „Al Cavallino“, Vorstellung des Schulzentrums und der Sporthalle, Besuch im Fashion park betty barclay, Besuch in der Wasserkraftanlage Triefelden mit der Erkenntnis, dass der Erfinder dieser Technik Aristide Bernard aus Grenoble stammt und somit eigentlich schon eine gewisse Verbindung besteht.

(Quelle: RA 03.11.2108)