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Unterricht mit dem Lötkolben

Gemeinsam mit Stephanie Lindner, Fachlehrerin Eva Winkler sowie Rektor Andreas Scheungrab und Bürgermeister Alfons Sittinger schauten die Mitglieder des Fördervereins einer Schülergruppe beim Löten über die Schulter. (Foto: Machtl)

Schüler erkunden mit dem Förderverein TfK ihre handwerklichen Talente

Kinder für Technik zu begeistern heißt, die wirtschaftliche Zukunft zu sichern. Aber wo lernt ein Kind Technik und wie kann der technische Nachwuchs als Basis des wirtschaftlichen Erfolges vieler Unternehmen gefördert werden? Hier setzt der gemeinnützige Verein TfK – Technik für Kinder an – neben den gut angenommenen wöchentlichen Angeboten im Haus Technik für Kinder mit dem Projekt „SET – Schüler entdecken Technik“.

Bereits im dritten Jahr ist dieses Projekt an der Realschule Arnstorf etabliert, seit September 2017 ist auch die Closen-Mittelschule mit dabei. In mehreren Modulen dürfen über 150 Kinder aller 5. Klassen beim Löten von Taschenlampen, Wechselblinkern und Sirenen ihre Talente für das Handwerk entdecken. Beim Pressetermin überzeugten sich Mitglieder des Fördervereins TfK Süd davon, mit welchem Eifer sich die Mädchen und Buben im Umgang mit Lötkolben, Hammer, Hobel, Schrauber und der Feinjustierung widmen.

Rektor Andreas Scheungrab von der Realschule wusste stellvertretend auch für Rektor Hans Rottbauer von der Mittelschule nur Positives zu berichten. „Sie lernen sowohl handwerkliche Kompetenzen, was ungeheuer wichtig für die Zukunft ist, ebenso Regeln zu akzeptieren, Probleme zu erkennen und Lösungen dafür zu finden“, betonte Scheungrab. Dank der Unterstützung durch den Förderverein und den Elternbeirat der Realschule seien für die Schüler keine Materialkosten angefallen.

„Das Geld ist gut angelegt“, stellten die Gäste beim Besuch in einer „SET-Gruppe“ fest. Hier waren Buben am Werk, einen Wechselblinker zu löten. Fachliche Anleitung bekamen sie von Azubis aus verschiedenen Handwerksbetrieben, die ihren Schützlingen ein gutes Zeugnis ausstellten. „Der richtige Weg, um künftig ausreichend Fachkräfte zu haben“, hob Bürgermeister Alfons Sittinger hervor.

Besonders gefiel ihm die komfortable Lösung, dass das Projekt von beiden Schulen im Rahmen des Werk- und des Kunstunterrichtes und somit am Vormittag durchgeführt wird.

„Da sind nämlich dann alle Kinder dabei, wäre es ein freiwilliges Nachmittagsangebot, würden wir nur die Interessierten haben“, erläuterte Rektor Scheungrab dazu. Auch Stephanie Lindner vom Vorstand der Hans Lindner Stiftung, die das Projekt begleitet, freute sich über den guten Fortgang.
(Quelle: LZ 5.2.2019)