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Besonders das Handwerk hat Nachwuchssorgen

Die Organisatoren Katrin Edelheim und Thomas Maier sowie die Schulleiter Andreas Scheungrab, Hans Rottbauer und Konrektor Benjamin Banzer (v.3.v.l.) freuten sich über neue Aussteller wie die Kaminkehrer-Innung. (Foto: Gabor)

Bürgermeister Alfons Sittinger (l.) freute sich über das Interesse. (Foto: Gabor)

Einfach einmal ausprobieren (Foto: Gabor)

Studiendirektor Georg Grad (r.) kennt den Fachkräftemangel bei Zimmerern (Foto: Gabor)

53 Aussteller warben bei der Berufsinformationsmesse für ihre Ausbildungsmöglichkeiten

Nie standen die beruflichen Chancen für Schulabgänger besser, als derzeit. Besonders die Handwerksbranche hat mit den Auswirkungen des Fachkräftemangels zu kämpfen. Doch auch Dienstleister, die Gesundheitsbranche und Fachschulen werben um den beruflichen Nachwuchs. Es spricht deshalb für sich, dass bei der neunten Berufsinformationsmesse am Schulzentrum Arnstorf 53 Aussteller ihre Stände aufgebaut hatten, um Schülern Karrierechancen aufzuzeigen.

Als Katrin Edelheim und Michael Pöbl von der Staatlichen Realschule sowie Thomas Maier von der Closen-Mittelschule vor neun Jahren die erste Messe initiierten, waren in einer Halle der Dreifachsporthalle 25 Aussteller vertreten. Am Mittwochabend stand für die mehr als doppelte Anzahl an Unternehmen, Fachschulen und Behörden die gesamte Halle zur Verfügung. Einige Aussteller sind seit der Stunde null mit dabei. Doch jedes Jahr kommen weitere hinzu, wie beispielsweise heuer die Kaminkehrer-Innung oder das Krankenhaus Eggenfelden. „Die Fülle an Angeboten spiegelt die Bedeutung und den guten Ruf der Messe wieder, die sich mittlerweile etabliert hat“, freute sich Direktor Andreas Scheungrab, der den Ausstellern und Organisatoren dankte. Für die Schüler – es kamen nicht nur Jugendliche vom Schulstandort – die überaus zahlreich kamen und sich gezielt über Wunschberufe informierten, ist die Messe bereits zum Sprungbrett geworden. An einigen Ständen informieren ehemalige Schüler der Real- und Mittelschule, die Jahre zuvor selbst Beratung erfuhren. So wie etwa Julia Wimmer, die eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau beim BayWa Baustoffhandel absolviert.

Bereits bei der Wahl ihres Ausbildungsbetriebes war für sie ausschlaggebend, dass ihr Ausbildungsbetrieb auch nach ihrem Abschluss Weiterbildungsprogramme bietet. „Zudem gibt es Talenteprogramme und weil das Unternehmen an vielen Standorten Dependancen hält, könnte ich später auch nach einem Umzug an einem anderen Standort tätig sein“, merkt Julia Wimmer an, während ihre Azubikollegin Anna potenziellem Nachwuchs Tipps für eine Bewerbung gibt. Ihr Chef, Konrad Stadler, der gleichzeitig Arnstorfs zweiter Bürgermeister ist, weiß, dass die Unternehmen mit besonderen Angeboten Auszubildende locken. „Büchergeld, eine gute Vergütung und speziell zugeschnittene Seminare sollen Kaufleute oder auch Handwerkernachwuchs ihre Entscheidung erleichtern.“

Lockmittel für Azubis

Dass sich Unternehmen sogar an Schulen wenden, um Auszubildende zu gewinnen, kann Studiendirektor Georg Grad vom Berufsbildungszentrum Pfarrkirchen bestätigen. Dort ist eines der drei Kompetenzzentren für Zimmerer angesiedelt. „Derzeit besuchen 26 angehende Zimmererlehrlinge das Berufsgrundschuljahr. Das sind deutlich zu wenig. Firmen treten auf der Suche nach Auszubildenden an uns heran. Es gibt sogar von der Josef-Haas-Stiftung Stipendien für das BGJ und für die Besten schüttet die Stiftung Prämien bis zu 3 000 Euro aus“, betont Grad. Aussteller Robert Bammersperger, der in vierter Generation den Zimmereibetrieb leitet, macht interessierten Jugendlichen derweilen deutlich, dass der Beruf des Zimmerers bereits in der Bibel, durch den Heiligen Josef, Erwähnung fand. „Der Werkstoff Holz hat sich in all der Zeit nicht verändert. Allerdings die Gerätschaften und die Vielfalt der Aufgaben.“ Vor allem zeigen die Handwerker, so auch der Geschäftsführer der Baufirma Otteneder GmbH, Robert Wimmer, auf, dass die Verdienstmöglichkeiten sich sehen lassen können.

Als Aushängeschild für den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Arnstorf bezeichnete Bürgermeister Alfons Sittinger die Berufsinformationsmesse. „Die Unternehmer nehmen das Angebot gerne an, um so spätere Fachkräfte zu gewinnen. Für einige Firmen sind die berufsvorbereitenden Maßnahmen der Realschule und der Closen-Mittelschule sogar Standort entscheidend. Die gute Vernetzung sowie der Dialog zwischen Schulen und Unternehmen ist für beide Seiten dienlich.“
(Quelle: LZ 22.02.2019)