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Breiter Bürgerdialog erforderlich

Franz Xaver Aigner stellte verschiedene Trassenvarianten vor. (Foto: Gabor)

„Jahrhundertprojekt“: Westtangente soll Verkehrsentspannung im Marktbereich bringen

Bei der Dorferneuerung 1980 hat sich der Marktrat gegen eine Ortsumgehung gestellt. Mit dem massiv gestiegenen Ziel- und Quellverkehr kommt es nun zu Stoßzeiten zu einem grenzwertig hohem Verkehrsaufkommen, wie eine Verkehrsuntersuchung zeigte. In der Februarsitzung hat sich der Marktrat nun deutlich dafür ausgesprochen, eine Ortsumgehung auf den Weg zu bringen.

Dass die Thematik die Bürger bewegt, zeigte der überaus zahlreiche Besuch. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Motivationen. Die einen sind vom hohen Verkehrsaufkommen unmittelbar betroffen, andere haben wegen der zu erwartenden Eingriffe in die Natur Bedenken. Doch bis eine Trassenführung festgelegt wird, liegt noch ein weiter Weg vor dem „Jahrhundertprojekt“, wie Hermann Huber vom Staatlichen Bauamt bekräftigte.

„Nur eine Westumgehung

ist realistisch umsetzbar“

Dass eine Ortsumgehung in den kommenden Jahren auf die Agenda des Staatlichen Bauamts steht, ist nicht zu erwarten. Auf der Dringlichkeitsliste des Freistaates stehen andere Projekte. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass der Markt federführend eine Ortsumgehung umsetzt und dabei mit Fördermitteln aus der Sonderbaulast des Freistaats rechnen kann. Deutlich machte Huber auch, dass nur eine Westumgehung – von der Simbacher Straße Richtung Eggenfeldener Straße – realistisch umsetzbar ist. „Aber auch eine Westspange würde den Verkehr im innerörtlichen Bereich schon um 20 Prozent verringern“, auch das zeigte die Verkehrsstudie. Langfristig betrachtet, könnte sogar diese Westtangente über das südliche Arnstorf zur Pfarrkirchner Straße ausgebaut werden. „Doch das ist absolute Zukunftsmusik“, auch das machte Huber deutlich.

Um einen Anfang zu setzten, hat der Markt das Ingenieurbüro Aigner (IBA) beauftragt, einige Varianten einer Westtangente zu skizzieren. Wie Franz Xaver Aigner betonte, handelt es sich um Rohentwürfe, die lediglich eine mögliche Trassenführung aufzeigen. Man habe sich zwar mit dem Staatlichen Bauamt abgestimmt. Doch es seien weder Grundstücksgespräche geführt noch andere Behörden in die Vorplanung einbezogen worden. Die Varianten sollen lediglich als Diskussionsgrundlage dienen und sind nicht detailabgestimmt. „Es soll nur aufgezeigt werden, welches Projekt die geringsten Eingriffe in die Natur nach sich zieht und wo die ungefähre Streckenführung liegen soll“, betonte Aigner.

Abgeführt von der Simbacher Straße soll der Verkehr mittels einer Einschleifung oder eines Kreisverkehrs werden. Die grobe Streckenführung bewege sich entlang des ausgewiesenen Gewerbegebiets und im Bereich der Hochspannungsleitung, da dort die geringsten Natureingriffe zu erwarten sind. Zu beachten sei zudem der Hochwasserschutz im Bereich der Kollbach. Die Umgehung solle entweder auf Höhe Triefelden enden, oder der Verkehr wird auf Höhe der Einkaufsmärkte in die Eggenfeldener Straße eingeführt.

Deutlich machten die Ausführungen von Franz Xaver Aigner auch, dass es äußerst schwierig ist, dass der bestehende Wirtschaftsweg als Ortsumgehung genutzt werden kann. Die bestehende Straße lediglich staubfrei zu machen, sei nicht dienlich, da weder der Schwerlastverkehr darauf fahren könnte noch der Unterbau geeignet sein, um Forstsicherheit zu gewährleisten. Die derzeitige Straßenführung sei zudem kurvenreich, ein Brückenneubau sei erforderlich und das Staatliche Bauamt habe signalisiert, dass der Ausbau der vorhandenen Straße nicht gefördert werden kann.

Zuvor hatten schon die Fraktionsführer in einer vorangegangenen Sitzung den Ausbau des vorhandenen Wirtschaftsweges abgelehnt. Unverständlich für Marktrat Günther Moosburner, der glaubt, dass diese kleine Lösung schnell umgesetzt werden könnte. Allerdings sprach sich das restliche Gremium nun dafür aus, eine zukunftsträchtige große Lösung in Angriff zu nehmen.

CSU-Fraktionsführer Kyrill Gabor betonte, dass es vor allem wichtig sei, von den Fördermitteln zu profitieren, da der Markt diese große Unternehmung nicht aus eigenen Mitteln bestreiten kann. Noch wichtiger sei es aber, schnellstmöglich einen breiten Bürgerdialog zu starten. „Wir können dieses große Projekt nur umsetzten, wenn wir möglichst viele Bürger im Boot haben. Bevor wir uns mit Detailfragen und letztendlichen Trassenführungen beschäftigen, müssen wir die Bürgerinnen und Bürger informieren, zu Wort kommen lassen und dann erst den nächsten Schritt gehen. Dass das Thema bewegt, sehen wir am großen Interesse dieser Sitzung.“

Planungshorizont bei

fünf bis sechs Jahren

Maria Bellmann (SPD) warf ein, dass die Einschleifungen auf die Umgehungsstraße möglichst ortsnah sein sollen. Bürgermeister Alfons Sittinger, der den Planungshorizont bei fünf bis sechs Jahren sieht, gab auch zu bedenken, dass das Unternehmen Lindner durch die Ortsumgehung nicht an weiteren Entwicklungsmöglichkeiten gehindert werden darf.

Dass das Projekt unbedingt zeitnah in Angriff genommen werden muss, dafür plädierten auch Johannes Gerwallner (Ländliche Wählergemeinschaft) und Dr. Günter Meisetschläger, „denn fast allen ist inzwischen klar, dass eine Verkehrsentlastung gewünscht wird und dass eine zweite Überquerung der Kollbach unbedingt erforderlich ist“.
(Quelle: LZ 27.02.2019)