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Hydraulischer Widder für die Wasserversorgung

Beim Uganda-Abend an der Realschule stellte Vorsitzender Andreas Mühlbauer vom Verein „Rwenzori“ die Projekte vor. (Foto: Machtl)

 

Themenabend Uganda an der Realschule: Verein „Rwenzori“ leistet Hilfe zur Selbsthilfe

Der Zufall hat im Jahr 2003 Andreas Mühlbauer und weitere Menschen in die Region um das Rwenzori-Gebirge im afrikanischen Uganda geführt. In kurzer Zeit hat sich eine tiefe Verbundenheit zu den Menschen des Bakonzo-Stammes aufgebaut. „Hier gäbe es viel zu tun“, waren sich der gebürtige Arnstorfer und seine Mitstreiter schnell einig. Und ebenso rasch steckten sie sich das gemeinsame Ziel, Spenden für Projekte zu sammeln und möglichst effektiv einzusetzen. Was seit der Gründung des Vereins „Rwenzori“ bereits alles geschehen ist, stellte Mühlbauer beim Themenabend Uganda an der Realschule auf.

Die Realschule ist bereits seit 2005 in die Hilfe integriert und hat mit der Holy Dove School in der Region Kasese eine Partnerschule, die regelmäßig unterstützt wird. „Andreas ist die fleischgewordene Entwicklungshilfe, seine Eltern Annemarie und Alois Mühlbauer sind die ,Motoren‘ in Arnstorf“, stellte Rektor Andreas Scheungrab zu Beginn des Abends in der Aula des Schulzentrums fest. Konrektorin Waltraud Erndl gab Einblick in die verschiedenen Aktionen, etwa beim Sommerfest oder beim Weihnachtsmarkt, zugunsten der Holy Dove School.

Mit Impressionen Land und Leute vorgestellt

Mit Bildern und Videoclips nahm Mühlbauer die Besucher zunächst mit in die Landschaft rund um das Rwenzori-Gebirge und stellte dabei Land und Leute vor. Unterlegt mit filmischen Impressionen ging Mühlbauer auf die Schwerpunkte der Vereinsarbeit über Jahre hinweg ein: den Aufbau einer schulischen Infrastruktur, nachhaltige Aufforstung, landwirtschaftliche Ausbildung und Wasserversorgung.

„Die Secondary School wird derzeit von 500 Kindern bis zur Mittleren Reife besucht, 50 Prozent davon sind aufgrund der weiten Wege im Internat untergebracht, deshalb planen wir derzeit den Neubau eines Mädcheninternates, die Schulgebühren sichern den täglichen Betrieb, Spenden werden nicht für Lehrer, Schulessen oder ähnliches ausgegeben, sondern wir bilden damit Kinder aus, schaffen Arbeitsplätze und kurbeln die Wirtschaft an“, ging Mühlbauer auf die Hilfe zur Selbsthilfe ein. „Es geht Stück für Stück vorwärts, aber wir sind noch lange nicht fertig“, betonte er. Weitere Ziele seien die Errichtung eines vierten Klassenblocks, damit die Schule Ausbildung bis zur Hochschulreife anbieten können, eine solare Stromversorgung, der weitere Ausbau der Werkstätten für Hauswirtschaft, landwirtschaftliche Ausbildung und Handwerksberufe.

Als gelungenes Beispiel für einen „Super-Mehrfacheffekt“ für die Menschen und die gesamte Region schilderte der Vorsitzende von Rwenzori den nun abgeschlossenen Bau einer gemauerten Küche anstelle des bisherigen Gebäudes aus Holz: keine offenen Feuerstellen mehr mit extrem gesundheitsschädlichem Rauch, Ofenprotypen eines Allgäuer Herstellers, die vor Ort mit heimischem Material nachgebaut wurden und 80 Prozent weniger Holz verbrennen, Ausbildungsplätze für Köche und der Verkauf von Torten durch die Azubis, dessen Erlös in das Schulbudget fließt. Ein Nachfolgeprojekt werde die Ofenbauschule auch für externe Lehrlinge aus dem ganzen Land sein. „Das Ofenprojekt wurde von der Welthungerhilfe übernommen und nachgebaut“, wusste Mühlbauer weiter zu berichten. Der preisgekrönte Film „Der Weg zum Wasser“ dokumentiert Bau und Einsatz der ersten hydraulischen Widderanlage in Uganda, initiiert vom Verein Rwenzori, unterstützt mit Geldern der Gauff-Stiftung und unter fachlicher Leitung von Norbert Samweber installiert.

„Damit ist das Schleppen von Fässern und Kanistern von den Wasserstellen in die Ortschaften Vergangenheit, mit dieser von Montgolfier vor 200 Jahren erfunden Technik werden rund 1 500 Schüler der Nsenyi Primary School bei Kasese konstant mit Wasser versorgt“, erläuterte Mühlbauer. Diese wartungsarme Technologie habe bereits das Ugandische Landwirtschaftsministerium und den Deutschen Botschafter auf den Plan gerufen. Ziel sei der Aufbau weiterer Anlagen wie auch die Kapazitätsförderung lokaler Handwerker zur selbstständigen Errichtung und Wartung.

Bürgermeister dankt für „großartigen“ Einsatz

Der Film wurde mit viel Beifall bedacht. Interessenten finden ihn im Internet auf der Homepage des Vereins unter www.rwenzori.eu oder auf YouTube unter „Der Weg zum Wasser“ – Einsatz für den hydraulischen Widder in Uganda.“ Mitglieder, Förderer und Spenden sind jederzeit willkommen, warb Andreas Mühlbauer nach dem Dank von Bürgermeister Alfons Sittinger für einen großartigen Einsatz um Unterstützung für den Verein und seine Aufgaben. Informationen darüber wie auch über die Holy Dove School, über weitere Projekte und die Partner sind ebenfalls auf der Seite des Vereins zu finden.
(Quelle: LZ 5.4.2019)