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„Westtangente“ findet breite Zustimmung

Stellten die Möglichkeiten einer Westtangente vor: (v.l.) Ingenieur Xaver Aigner, Bürgermeister Alfons Sittinger, Hermann Huber (Leiter Staatliches Bauamt Pfarrkirchen), Verkehrsgutachter Peter Nolden und der Leiter des kommunalen Bauamts Heinz Kaltenhauser. (Foto: Angelika Gabor)

Expertenrunde stellte mögliche Ortsumgehung vor – Wenige kritische Stimmen

Arnstorf. (ag) Vor allem in den Stoßzeiten vor 8 Uhr morgens und am Spätnachmittag erleben es die Bürger in Arnstorf und Verkehrszählungen belegen es, dass an den innerörtlichen Knotenpunkten das Verkehrsaufkommen stetig steigt. Schon der Marktrat hat sich deshalb mit einer möglichen Ortsumgehung befasst. Nun wollten Verwaltung und Volksvertreter bei einer Informationsveranstaltung herausfinden, wie die Bevölkerung zu einer möglichen Westtangente steht.

Wie groß das Interesse an einer eventuellen Ortsumgehung ist, zeigte die große Anzahl von Zuhörern. Um es vorwegzunehmen – bei der abschließenden Abfrage sprachen sich über 90 Prozent der Anwesenden für eine Ortsumgehung aus. Doch auch kritische Stimmen, wie die von Rita Sattelberger, die die Notwendigkeit grundsätzlich in Frage stellte oder Katrin Veicht, die irreparable Eingriffe in die Natur vorhersah, fanden Gehör.

Zu Beginn der Veranstaltung im Pfarrzentrum, das bis auf den letzten Platz besetzt war, gab Hermann Huber, Leiter der Pfarrkirchner Servicestelle des Staatlichen Bauamts allgemeine Informationen zu den Planungen des Freistaats. Der Durchgangsverkehr von Simbach kommend liege bei 5 143 Fahrzeugen und 375 Schwerlaster. Registriert sei auch die Unfallhäufigkeit, die über Durchschnitt liege. Dennoch steht eine Ortsumgehung wegen der zu niedrigen Dringlichkeitsstufe, nicht im aktuellen Ausbauplan, der bis 2025 reicht. Es bestehe jedoch die Möglichkeit Schwung in die Planungen zu bringen, wenn diese in kommunaler Baulast sind und vom Freistaat gefördert werden.

Peter Nolden, der wegen der Planungen zum Kreisverkehr in der Bahnhofstraße in 2017 ein Verkehrsgutachten erstellt hatte, untermauerte die Sinnhaftigkeit einer Westtangente mit Zahlen, die das Aufkommen an bestimmten Wochentagen und zu expliziten Uhrzeiten an den neuralgischen Punkten Aufhausener Kreuzung und Marktplatz aufzeigte. Sicherlich am meisten Beachtung fanden dann die Ausführungen von Ingenieur Xaver Aigner, der mit der Grobplanung der Trassenführung betraut war.

Ausgehend vom Ortseingang an der Simbacher Straße führt eine Variante zur sogenannten Aldi-Kreuzung am Ortsausgang Richtung Malgersdorf.

Bei einer weiteren Variante endet die Umgehung an der Triefeldener Kreuzung. Ein- und Ausschleifungen können beispielsweise durch Kreisverkehre erfolgen. Die bewegte Topographie beinhaltet die Überquerung der Kollbach und des Hochwasserschutzgebietes. Aigner zeigte mehrere Möglichkeiten der Straßenführung auf. Nicht umsetzbar sei eine Aufwertung der bestehenden Kiesstraße, die aktuell von Ortskundigen als Abkürzung und Ortsumgehung befahren wird. In der anschließenden Diskussion zeigte eine Anwohnerin in diesem Kiesstraßenbereich auf, dass die zunehmende Nutzung zur Belastung werde und sie und Nachbarn daher für eine ordentliche Ortsumgehung sind.

Zukunftsmusik Südtangente

Da Experte des Staatlichen Bauamts eine weitere Verkehrsführung Richtung Pfarrkirchner Straße aufzeigte (Südtangente), kamen auch hierzu Fragen der Trassenführung und der damit verbundenen Einschnitte in die Natur.

Grundsätzlich kristallisierte sich jedoch heraus, dass für den Großteil der Bürger die Schmerzgrenze in Sachen innerörtlicher Verkehrsbelastung erreicht ist. Bürgermeister Sittinger resümierte, dass der Marktrat nun die Planungen weiterverfolgen kann. Dass dazu Fachstellen und Umweltbehörden einbezogen werden, sei schon von Gesetz her unerlässlich. Zudem sei der Markt Arnstorf immer darauf bedacht Nacherholungsgebiete zu erhalten und sehr sensibel Eingriffe in die Natur vorzunehmen.

(Quelle: LZ 30.05.2019)