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Lösungsvorschläge nach Verkehrsgutachten: Optimierung der Ampelschaltung beschlossen

Erneut hat sich der Marktrat mit der innerörtlichen Verkehrssituation befasst, die zu Stoßzeiten, wie dem morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr sowie an Freitagnachmittagen, zu erheblichen Behinderungen führt. Bislang war in den erstellten Verkehrsgutachten vor allem der Bereich von der Bahnhofstraße bis zur Rathauskreuzung untersucht worden. Nun legte Gutachter Peter Nolden neue Messungen vor, die auch die Ampelkreuzung zur Pfarrkirchner Straße miteinbeziehen.

Vorab hatte Hermann Huber, Leiter der Pfarrkirchner Außenstelle des Staatlichen Bauamtes, festgestellt, dass ein erhöhtes Unfallgeschehen festzustellen ist. Als Knotenpunkte bezeichnete er nicht nur den Marktplatz und die Ampelkreuzung, sondern auch die Einbiegung zum Busparkplatz, die von Verkehrsteilnehmern als Umgehung der Ortsmitte genutzt wird. In Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt untersuchte Peter Nolden nun die Möglichkeit einer Optimierung der Ampelschaltung sowie eine mögliche Einbahnregelung, die jedoch städtebauliche Auswirkungen haben würde.

Peter Nolden hielt fest, dass nur zu besagten Stoßzeiten die ungenügende Verkehrsbelastung „F“ zutage tritt. Das Gutachten sei repräsentativ, da die Verkehrsmessungen an unterschiedlichen Tagen, Tageszeiten und beispielsweise auch zu Zeiten der Totalsperrung Richtung Malgersdorf erfolgten. Der höchste Wert mit 1 265 Verkehrsteilnehmern und einer Rückstaulänge zur Kreuzung 241 Meter, wurde am Freitagnachmittag gemessen.

Positive Auswirkung auf Kohlendioxidbelastung

Via Spezialsoftware kann nun die Ampelschaltung so optimiert werden, dass, bedarfsgerecht, je nach Tageszeit, die Rückstaulänge auf 18 Meter reduziert wird. Anhand einer Computersimulation konnte sich der Marktrat ein Bild vom Ist- und zu erreichenden Zustand machen. Der Belastungswert fällt dadurch von der ungenügenden Note „F“ auf die gute Bewertung „B“. Auch die mitgemessene Kohlenstoffdioxidbelastung kann so beinahe halbiert werden. Die Kosten der Optimierung trägt das Staatliches Bauamt. Der Beschluss zur Maßnahme fiel einstimmig.

Des Weiteren hat Nolden untersucht, welche Auswirkungen eine Einbahnlösung bringen würde. Plan wäre es ab der Einbiegung im Unteren Markt bis zur Rathauskreuzung den Verkehr nur in Richtung Marktplatz zu lenken. Der Verkehr aus der Mariakirchner und Pfarrkirchner Straße über den Busparkplatz ebenfalls in Einbahnlösung in Richtung Einmündung Unterer Markt. Allerdings hätte das erhebliche städtebauliche Auswirkungen mit Fahrbahnverbreiterung, Abbiegespuren und Untergrundoptimierungen zur Folge, da momentan der Untergrund und die Fahrbreite nicht für den Schwerlastverkehr ausgelegt ist.

Dieser Blockverkehr würde zusätzliche Entlastungen der innerörtlichen Verkehrslage bringen, wobei diese Maßnahme auf den Kohlenstoffdioxidwert weniger gravierende Auswirkungen hat. Die Kosten für die städtebaulichen Veränderungen müsste zu einem großen Teil der Markt tragen, wobei, laut Hermann Huber, eine staatliche Förderung des Freistaat zu erwarten wäre. Der Marktrat sprach sich dafür aus, erst die Ergebnisse der Ampeloptimierung abzuwarten, bevor diesbezüglich weitere Schritte eingeleitet werden.

Änderung des Flächennutzungsplan

Bereits in einer früheren Studie waren die Auswirkungen einer Westtangente geprüft worden. In einer außerordentlichen Bürgerversammlung, die überdurchschnittlich gut besucht war, war deutlich geworden, dass ein Großteil der Bevölkerung eine Ortsumfahrung aus Richtung Simbach in Richtung Eggenfeldener Straße befürworten würde. Die positiven Auswirkungen auf den innerörtlichen Verkehr waren ausreichend vorgestellt worden, am Brennpunkt Pfarrkirchner Straßen-Kreuzung würde dies jedoch keine Entlastung bringen. Doch bevor dieser Schritt überhaupt ins Auge gefasst werden kann, muss der Flächennutzungsplan dahingehend geändert werden, dass eine Trasse für eine eventuelle Westumfahrung eingeplant wird. Hier kam es im Gremium nun zu Irritationen. Da die Verwaltung dem Marktrat eine Vorabinformation zum Verkehrsgutachten zukommen ließ, handelte es sich um ein Arbeitspapier, das widersprüchliche Formulierungen enthielt. Besonders UWG-Marktrat Moritz Graf von Deym echauffierte sich darüber.

Allerdings konnten Verkehrsgutachter Peter Nolden und Bauamtsleiter Hermann Huber die Sachlage klären und bekräftigten, dass die Endfassung, die in der Sitzung vorgestellt wurde, keine widersprüchlichen Aussagen enthält. Bürgermeister Alfons Sittinger hielt fest, dass durch eine Änderung des Flächennutzungsplans noch keine konkrete Maßnahme eingeleitet werden, sie jedoch Grundlage weiterer Planungen sind.

Dennoch fiel der Beschluss, der die Verwaltung beauftragt Angebote für die Fortschreibung des Flächennutzungsplans einzuholen, mit der Gegenstimme von Moritz Graf von Deym.

(Quelle: LZ 07.11.2019)