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Neues Rutschenerlebnis rückt in weite Ferne

Das Freibad war Thema im Marktrat (Foto: Angelika Gabor)

Selbst eine Prüfung wurde aus Kostengründen abgelehnt – Freibadbesuch wird teurer

Es sind zwei Nachrichten, die Freibadbesucher eher weniger erfreuen. Zum einen hat der Marktrat eine Erhöhung der Eintrittspreise beschlossen, zudem wird es in absehbarer Zukunft auch keine neue Wasserrutsche geben. Alleine die Prüfung, ob eine neue Wasserrutsche finanziell leistbar und technisch umsetzbar wäre, fand keine Mehrheit.

Das Freibad soll an Attraktivität weiter gewinnen und vor allem Familien mit Kindern einen Anreiz bieten, die Freizeitoase zu besuchen, so erklärte Maria Bellmann (SPD) die Hintergründe des Antrags der Fraktion aus CSU/SPD/UWG/Junge Generation. Bewegung im Wasser sei gesund, zu viele Kinder könnten nicht mehr schwimmen, weil sie einem Badbesuch Beschäftigungen vor dem Computer vorziehen. Der Schrei nach einer größeren Rutsche, wie der, die seit Jahren im Freibad steht, sei aus der Bevölkerung laut. „Einige Familien sind deshalb schon in andere Freibäder ausgewandert, die eine große Wasserrutsche im Angebot haben“, bekräftigte Bellmann. Auch stellte ihre Fraktion klar, dass es sich um keinen Antrag zum sofortigen Bau handelt. Vielmehr solle die Verwaltung Möglichkeiten ausloten und die Kosten prüfen.
Wenig Gegenliebe
Bei Bürgermeister Christoph Brunner und der LWG-Fraktion (Ländliche Wählergemeinschaft) fiel dieser Antrag auf wenig Gegenliebe. Es sei in den vergangenen Jahren viel Geld ins Freibad geflossen, um sinnvolle Anschaffungen zu tätigen und Maßnahmen durchzuführen. So wurde noch unter Altbürgermeister Alfons Sittinger eine Abdeckung angeschafft, durch die Energie- und Chloreinsparungen zu verzeichnen sind, weil weniger Wärme und Aufbereitungsmittel entweichen. Im vergangenen Jahr war der Beckenkopf saniert worden. Er habe nun recherchiert, was denn eine elf Meter lange Rutsche kosten würde, und diese liege bei 70 000 Euro. Doch das sei nur ein Bruchteil der anfallenden Kosten. Schließlich müsste das Becken erweitert oder ein zusätzliches Becken gebaut werden.

Fülle an Aufgaben, keine Kapazitäten

Aber schon alleine die beantragte Prüfung werfe Beträge von 20 000 bis 30 000 Euro auf, da dafür ein Planer beauftragt werden müsse. Bei der Verwaltung seien bei der derzeitigen Fülle an Aufgaben keine Kapazitäten frei. In den Raum stellte der Rathauschef auch die Personalsorgen. Schließlich brauche der Markt so schnell wie möglich einen weiteren Fachangestellten für Bäderbetriebe, da der Ruhestand eines Mitarbeiters absehbar sei. Die bisherigen Bemühungen geeignetes Personal zu finden, seien bislang gescheitert. Fachkräfte in diesem Bereich seien rar, da die Ausbildung sehr fordernd ist.
Martin Stömmer (SPD) zeigte sich enttäuscht, dass nicht einmal eine Prüfung ins Auge gefasst wird. „Wenn man nicht irgendetwas anstößt, wird es nie eine Veränderung geben. Und dass unser Freibad attraktiv bleibt, sollte doch im Sinne aller sein.“ Auch Kyrill Gabor (CSU) forderte eine verlässliche Prüfung, da man sich nicht auf Schätzungen und Mutmaßungen stützen sollte. „Auf der Basis von Spekulationen sollten wir keine Entscheidung treffen. Wenn ein Zahlenwerk vorliegt, kann man sich für oder gegen eine Wasserrutsche entscheiden.“
Für LWG-Fraktionsvorsitzenden Hans Reiter steckt kein Konzept hinter dem Antrag. Es sei fraglich, ob ein Freibad durch eine neue Wasserrutsche attraktiver für Kinder wird. Das Geld für die Prüfung, bei der Ingenieursleistungen anfallen, werde an anderer Stelle dringend gebraucht. „In der jetzigen Zeit wäre es ein fatales Zeichen dafür Geld auszugeben. Andere Kommunen prüfen eine Schließung und wir würden ins Freibad investieren.“ Nachdem die Prüfung durch die LWG-Mehrheit abgelehnt wurde, rückt der Traum vom rutschigen Wasservergnügen nun erst einmal in die Ferne.
Kein Rabatt für Studierende
Dass die hohen Energiepreise auch zu höheren Kosten beim Freibadbetrieb führen, das veranlasste die Verwaltung eine Gebührenerhöhung vorzunehmen. Für die Gebührenerhöhung stimmte eine Mehrheit des Marktrats. Demnach wird der Einzeleintritt einheitlich zwei Euro betragen. Der 13er-Block kostet künftig 20 Euro, Schwerbehinderte zahlen die Hälfte. Den vergünstigten Mittagsblock gibt es nicht mehr. Die Saisonkarten für Kinder, Erwachsene und Schwerbehinderte werden jeweils um zehn Euro auf 30, 50 und 30 Euro erhöht. Ehepaare und auch eingetragene Lebenspartner zahlen nun 75 Euro (vorher 55 Euro). Die Familienkarte wird um 20 Euro auf 70 Euro verteuert.

Diskussionen zu Sonderrabatten

Diskussionen entstanden zu Sonderrabatten. Peter Schaitl (CSU) forderte einen Nachlass für Besitzer der Ehrenamtskarte. Dafür fand sich eine Mehrheit. Somit zahlen Ehrenamtskartenbesitzer 30 Euro. Mit elf zu neun Stimmen abgelehnt wurde der Antrag von Thomas Brunner (Junge Generation), der eine Rabattierung auf 40 Euro für Auszubildende und Studierende forderte. „Dann müssten auch Rentner bevorteilt werden“, so die Gegenargumentation. „Ich habe mich nicht gegen Rentner ausgesprochen, sondern für Azubis und Studierende stark gemacht. Es steht jedem Marktrat frei, auch für Rentner einen Nachlass zu fordern“, stellte Thomas Brunner klar. Da der Antrag scheiterte, stimmten Thomas Brunner und Kyrill Gabor gegen die neue Gebührensatzung.
(Quelle: Mediengruppe Attenkofer/Ausgabe Landauer Zeitung vom 31. März 2023/Autor: Angelika Gabor)