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Waschmaschine für Feuerwehrbekleidung

Nach Diskussionen: Marktrat stimmt Antrag der CSU/SPD/UWG und Junger Generation zu

Beinahe zu einem Politikum geworden ist die Beschaffung einer Waschschleudermaschine mit Trocknungsschrank für Feuerwehrbekleidung. Seit längerem hatten die Feuerwehr Arnstorf und die Kommandanten der kommunalen Feuerwehren diese Anschaffung angeregt. Und obwohl die Haushaltsmittel bereits eingeplant waren, hatten Teile des Marktrats Bedenken wegen zusätzlicher Belastungen für die Ehrenamtlichen und den Sinn der Anschaffung im Allgemeinen. Nun stellte die Fraktion von CSU/SPD/UWG und Junger Generation einen Antrag für den Kauf, der zwar lange Diskussionen hervorrief, letztlich aber ohne Gegenstimme bewilligt wurde.

Als Show-Antrag bezeichnete der Fraktionsführer der Ländlichen Wählergemeinschaft (LWG) die Aufforderung zum Kauf, eine notwendige und von den Feuerwehren benötigte Ausstattung nannte Kyrill Gabor, Fraktionsführer der Antragsteller, die Anschaffung. Klar war für den Markt, dass die Gemeinde dafür Sorge tragen muss, dass den Einsatzkräften ausreichend saubere Schutzbekleidung zur Verfügung steht. Während die Stützpunktfeuerwehr Arnstorf versicherte, dass ein Stab an Ehrenamtlichen sich künftig um die Säuberung der Einsatzbekleidung mittels einer Waschschleudermaschine mit Trocknungsschrank kümmern werde, befürchteten Bürgermeister Christoph Brunner und die LWG, dass die Feuerwehrkräfte noch zusätzlich belastet werden. Sie bevorzugten eine Auslagerung zu einem Dienstleister. Während der Entscheidungsball monatelang hin- und herrollte und die Beschlussfassung es nicht auf die Tagesordnung der Marktratssitzungen schaffte, wurde saubere Schutzkleidung bei der Feuerwehr Arnstorf teilweise zur Mangelware.

Deshalb wollte die Fraktionsgemeinschaft aus CSU/SPD/UWG und Junger Generation nun eine Entscheidung herbeiführen. In der Sitzung begründete Kyrill Gabor den Antrag seiner Fraktion. Die Feuerwehr selbst sehe nur Vorteile in der Anschaffung, durch deren Kauf künftig die Kosten für die Reinigung entfallen. „Warum sollten wir an den Worten der Wehr zweifeln, die bestätigen, dass genügend Ehrenamtliche sich bereiterklären, die Verantwortung für die Aufgabe der Säuberung zu übernehmen. Ich finde es falsch, sich heute Gedanken darüber zu machen, ob in zehn Jahren auch noch das gleiche Engagement aufgeboten werden kann. Die Zeit zum Handeln ist jetzt, denn jetzt sind die Leute da, die Unterstützung brauchen“, betonte Gabor, denn nicht nur in Sonntagsreden bräuchten die Ehrenamtlichen Unterstützung. Zudem sei es auch eine Versicherungsfrage. Gemäß der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung müsse Schutzkleidung immer gereinigt werden, wenn sie unmittelbarem Brandrauch ausgesetzt war oder der Verdacht besteht, dass die Schutzbekleidung mit Schadstoffen kontaminiert sei. Der Betrieb einer Waschschleudermaschine mit Trocknungsschrank müsse durch geschultes Personal erfolgen. Dazu sei die Feuerwehr bereit, zumal es untersagt sei, die Bekleidung im Privathaushalt zu reinigen. „Die Feuerwehr selbst bestätigt, dass sie durch ein eigenes Gerät flexibler agieren kann, da Einsatzkleidung, die bei einer externen Firma gereinigt wird, mehrere Tage nicht zur Verfügung steht. Eine noch bessere Einsatzbereitschaft wird dadurch gewährleistet“, unterstrich Gabor.

Ergänzend erklärte CSU-Marktrat Peter Schaitl aus der Praxis, dass es bei der Stützpunktwehr durchaus vorkomme, dass nicht alle Einsatzkräfte ausrücken können, wenn die Schadensereignisse kurz hintereinander erfolgen. Dann nämlich sei keine Zeit, alle Schutzanzüge zu einem Dienstleister zu geben. Ihm selbst sei es bereits so ergangen. Zudem habe die Arnstorfer Wehr viele Aufgaben außerhalb von Einsätzen, wie Schlauch- oder Gerätepflege. Hier könne nebenbei der eine oder andere Waschgang erledigt werden und die Feuerwehr könne selbst koordinieren, damit ausreichend Schutzanzüge zur Verfügung stehen. Außerdem sei die Anschaffung eine weitere Aufwertung der Atemschutzwerkstatt, da auch eine Masken- und Bekleidungspflege möglich wird.

Bürgermeister Christoph Brunner betonte, dass auch er mit den Kommandanten Gespräche geführt habe. Dass ausreichend Schutzkleidung zur Verfügung stehen müsse, sei unbestritten, doch es gebe unterschiedliche Meinungen und Möglichkeiten. Es sei wichtig, sich dafür Zeit zu nehmen, rechtfertigte die Marktspitze die Verzögerungen.

„Meine Bedenken sind nicht weg“, sagte LWG-Fraktionsführer Hans Reiter, obwohl letztlich auch seine Parteikollegen ohne Gegenstimme den Antrag mittrugen. Jetzt gebe es Leute, die sich kümmern und die Arbeiten erledigen, doch man wisse nicht, ob auch zukünftig genügend Ehrenamtliche zur Verfügung stehen.
(Quelle: LZ 7.7.2022)