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Heiße Phase für Turnhallenbau beginnt

Der Marktrat hat der Entwurfsplanung grünes Licht gegeben. (Plan: Architekturbüro Bernhard Asböck)

Marktrat genehmigt Entwurfsplanung: Investitionen von 6,3 Millionen Euro an Grundschule

Sieben Jahren nach den ersten Gesprächen, heißen Diskussionen und vielen Variantenstudien hat der Marktrat nun die Entwurfsplanung der neuen Einfachturnhalle inklusive Ganztagesbetreuung genehmigt. Bei rund 6,3 Millionen Euro liegt die Projektkostenschätzung. Mit der Fertigstellung ist in zweieinhalb Jahren zu rechnen.

Bereits im Vorfeld hatte Planer Bernhard Asböck den Markträten seinen Entwurf vorgestellt und einige Änderungen, die vom Gremium angeregt wurden, eingearbeitet. In der Sitzung am Montagabend stellte der Architekt seine Planung nochmals vor.

Ganztagesbetreuung im Obergeschoss integriert

Im Erdgeschoss des neuen Gebäudes wird eine 15 mal 27 Meter große Sporthalle mit separatem Vereinszugang, entsprechenden Umkleiden, Duschen, Toiletten und Geräteräumen – einer davon zugänglich vom Außensportbereich – entstehen. Ebenfalls im unteren Bereich des Gebäudes sind die Küche und der Speisesaal der neuen Ganztagesbetreuung sowie Lager und Anlieferzone integriert. Im Obergeschoss sind die Technikräume, vor allem aber die Aufenthaltsbereiche der Ganztagesbetreuung untergebracht. Dazu gehören ein Bewegungs-, Hausaufgaben- und Ruheraum sowie ein Spielflur mit Sicht in die Sporthalle und Sozialräume. Da in naher Zukunft auch ein neues Schulgebäude entstehen soll, wird es später eine direkte Verbindung zum Hauptgebäude geben.

Nach Einwirkung einiger Markträte wird das Gebäude mit einer Photovoltaikanlage zur Eigenstromversorgung versehen. Dafür werden Mehrkosten in Höhe von 230 000 Euro in Kauf genommen.

Insgesamt sehr hell und freundlich, mit hellem Holz, Grauabstufungen und Farbakzenten soll später der Innenausbau erfolgen, wie Asböck betonte. Mehr Farbigkeit auch an der Fassade, das hatte Marktrat Peter Schaitl (CSU) angeregt, dies hat der Planer nun berücksichtigt. Über die eigentliche Farbgestaltung wird jedoch erst später entschieden.

Nun ging es erst einmal darum, den Entwurf zu ratifizieren, um so in die heiße Phase der Planung zu kommen, damit zeitnah die Förderanträge bei der Regierung von Niederbayern eingereicht werden können. Bei 5,4 Millionen Euro anrechenbaren Kosten kann der Markt, nach Schätzungen von Bürgermeister Christoph Brunner, mit einer Förderung von 40 Prozent rechnen.

Nicht förderfähig sind der Abriss der beiden Einfamilienhäuser und des bestehenden Mittagsbetreuungsgebäudes, die für den Neubau weichen müssen (59 500 Euro). Nach Fertigstellung der neuen Einfachturnhalle soll auch die jetzige Turnhalle abgerissen werden, so der aktuelle Plan. Dies ist nötig, um die Fördervoraussetzungen zu erfüllen, wie Asböck erklärte.

Umnutzung der alten Turnhalle ist schwierig

Auf Nachfrage von Marktrat Konrad Stadler (CSU, zweiter Bürgermeister), ob denn eine spätere Umnutzung der jetzigen Turnhalle möglich wäre, machte Architekt Asböck wenig Hoffnung. Der Erhalt des Gebäudes sei nicht wirtschaftlich und auch der schulische Bedarf sei nicht gegeben. Zu diesem Punkt äußerte sich auch die bei der Sitzung anwesende Grundschulleiterin Alexandra Sailer. Die Schule sei nicht begeistert, wenn die jetzige Sporthalle später von außerhalb genutzt werde, da eine Verbindung zum Grundschulgebäude besteht.

Insgesamt zeigten sich die Fraktionen sehr zufrieden mit der Entwurfsplanung. Hans Reiter, Sprecher der Ländlichen Wählergemeinschaft sprach von einer gelungenen Planung und einem funktionalen Gebäude. Der Sprecher der CSU/SPD/UWG/Junge Generation, Kyrill Gabor, betonte, dass es nun, sieben Jahre, nachdem seine Fraktion den Neubau der Grundschulturnhalle angestoßen hatte, höchste Zeit sei, in die Ausführungsplanung einzusteigen. Zudem freute sich Gabor, dass Architekt Asböck die Anregungen aus der Vorbesprechung noch berücksichtigt hat.

Während der Bauphase werden die Kinder der Ganztagesbetreuung in Containern untergebracht. Die bestehende Turnhalle kann noch bis zur Fertigstellung der Neuen genutzt werden. Läuft alles nach Plan, kann der erste Sportunterricht zu Beginn des Schuljahres 2025/26 in der neuen Halle erfolgen.
(Quelle: Mediengruppe Attenkofer/Ausgabe Landauer Zeitung vom 01.03.2023/Autor: Angelika Gabor)